Hawk Spex (R) mobile kommt noch in diesem Jahr

Hosentaschenlabor: App soll Inhaltsstoffe von beliebigen Objekten anzeigen

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Mit der App 'Hawk Spex (R) mobile' soll es bald möglich sein, sämtliche Inhaltsstoffe eines Gegenstands - z. B. vermeintlich ungespritztes Obst oder Kinderspielzeug mit zweifelhafter Herkunft - ohne Weiteres mit dem Smartphone zu identifizieren.

Ob Pestizide in Obst, Chlor im Schwimmbad oder gefährliche Weichmacher in Kinderspielzeug: Nicht immer kann man sich völlig darauf verlassen, dass sämtliche Inhaltsstoffe transparent ausgewiesen und für jeden ohne Weiteres nachvollziehbar sind. Wenn am Fraunhofer Institut alles nach Plan verläuft, gehört dieser Umstand noch Ende 2017 der Vergangenheit an.

Hawk Spex (R) mobile benötigt keine Zusatz-Hardware

Denn dort wird derzeit mit Hochdruck an der Smartphone-App namens 'Hawk Spex (R) mobile' gearbeitet, die euch Inhaltsstoffe von beliebigen Gegenständen einfach auf eurem Smartphone-Display anzeigt. Laut Fraunhofer ist die Anwendung denkbar simpel: Einfach das Display auf das Objekt richten, z. B. das vermeintliche Bio-Obst, die App starten und schon werden euch die Inhaltsstoffe aufgelistet. "Das Besondere an unserer App: Der Anwender braucht für die Messung nichts weiter als die Kamera, die ohnehin in seinem Smartphone integriert ist", sagt Prof. Udo Seiffert, Kompetenzfeldleiter am IFF.

Um die Inhaltsstoffe zu identifizieren, bestrahlt das Smartphone-Display das Objekt in sehr schnellen Abfolgen mit Licht in unterschiedlichen Farben. Das reflektierte Licht wird dann von der Frontkamera eingefangen und mithilfe der Software in einen "spektralen" Fingerabdruck umgewandelt. In der Meldung des Instituts heißt es, dass eine erste Laborversion der App bereits fertig und zum Patent angemeldet sei. Bis die App verfügbar gemacht wird, haben die Forscher aber noch einiges an Arbeit vor sich. Denn um die spektralen Informationen korrekt interpretieren zu können, muss die Software zunächst über weitere Vergleichsmessungen angelernt werden. Für welches Betriebssystem die App erscheint und ob sie kostenpflichtig sein wird, ließen die Forscher noch offen.

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