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Black Mirror lässt grüßen

Autonome Killer-Drohnen: Dieses Video zeigt eine Zukunft, die niemand will

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Foto von Michael Springer

von Michael Springer -

Was passiert, wenn Drohnen selbstständig menschliche Ziele erfassen und sich zum Töten entscheiden können? Eine Video-Kurzgeschichte beschäftigt sich mit dieser Frage und konstruiert eine fiktive Zukunft, in der autonome Killer-Drohnen in die falschen Hände geraten.

Künstliche Intelligenz verändert unser Leben: Sie lässt Computer unsere Sprache verstehen und gibt ihnen "Augen" zum Sehen. Sie erkennt Krebszellen zuverlässiger als die besten Ärzte, erledigt Verwaltungsaufgaben fehlerfrei und schneller als jeder Mensch und lässt Autos autonom über unsere Straßen fahren. Künstliche Intelligenz kann viele Probleme der Menschheit lösen – aber sie kann auch neue schaffen. Was etwa passieren könnte, wenn wir ihr die Erlaubnis zum Töten geben, zeigt ein Video, das KI-Forscher als Warnung konzipiert haben.

In der fiktiven Zukunft von 'Slaughterbots' hat ein Tech-Unternehmen ein neues autonomes Waffensystem entwickelt. Die Präsentation im Silicon-Valley-Style hebt die Vorzüge der Killer-Drohnen hervor: Sie sind effizient, günstig, verlässlich und nicht von Emotionen gehemmt. Dank Gesichtserkennung und perfektioniertem Autopiloten lassen sie den "bösen Jungs" keine Chance. Als die Technik jedoch in die falschen Hände gerät, dreht sich der Spieß um…

'Ban Lethal Autonomous Weapons': Die Zeit drängt

Die Kurzgeschichte erinnert an die sehenswerte BBC-Serie 'Black Mirror', die ähnlich dystopische Zukunftsszenarien konstruiert. Niemand kann mit Sicherheit sagen, ob sich die hier dargestellten Visionen realisieren werden. Aber sie regen in jedem Fall Gedanken darüber an, wie wir unsere Zukunft mit Grundsteinen gestalten wollen, die wir heute bereits legen. Gedanken, denen in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden könnte.

So jedenfalls sehen es führende KI-Wissenschaftler und humanitäre Organisationen, die die Kampagne 'Ban Lethal Autonomous Weapons' ins Leben gerufen und das Video produziert haben. Unterstützt wird die Initiative unter anderem vom 'Future of Life Institute', dem Elon Musk oder Stephen Hawking nahestehen. Dass diese Frage nicht auf die lange Bank geschoben werden sollte, macht Stuart Russell, Professor für Computerwissenschaften an der US-Elite-Uni Berkeley, am Ende des Videos deutlich. Das Szenario zeige nur die Kombination und Fortentwicklung von Technologien, die schon heute zur Verfügung stünden. "Wenn wir Maschinen die Erlaubnis erteilen, autonom Menschen zu töten, wird sich das verheerend auf unsere Sicherheit und unsere Freiheit auswirken." Die Zeit dränge, das Handlungsfenster schließe sich schnell.

Quellen: Ban Lethal Autonomous Weapons, Future of Life Institute

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