Punktgenaue Navigation

Weltweites Adresssystem: Erstes Gebäude in Deutschland mit what3words-Adresse

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Eine "normale" Adresse zu finden, ist mit einem herkömmlichen Navigationsgerät oder Google Maps nicht allzu schwierig. Aber was, wenn es sich um einen großen Gebäudekomplex handelt, der verschiedene Mietparteien beherbergt? What3words hat ein Kartierungssystem erdacht, dass euch ohne großes Suchen punktgenau zum richtigen Fleckchen Erde führt.

Das Sony Center am Potsdamer Platz in Berlin beherbergt die Zentrale der Deutschen Bahn. Wer einen bestimmten Eingang des Unternehmensgebäudes ansteuern möchte, kann dies jetzt mit der Hilfe dreier Wörter tun: "lebendig.webseiten.auflösen". Hinter den scheinbar zusammenhanglos aneinandergereihten Wörtern, die nun den entsprechenden Eingang des Bahn-Towers zieren, steckt ein innovatives Adresssystem von 'what3words'.

What3words kann auch für autonome Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr hilfreich sein, die wir heute schon testen und sukzessive weiterentwickeln. Autonome Shuttles sind ein wichtiges Zukunftsfeld, gerade wenn wir über Smart Cities reden.

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender im DB Konz

"Wir haben die Welt in ein Raster aus 57 Milliarden 3x3 Meter großen Quadraten aufgeteilt, jedem dieser Quadrate eine eindeutige Drei-Wörter-Adresse zugeordnet und damit ein neues Adresssystem geschaffen. So können Standorte auf präzise und einfache Art und Weise lokalisiert werden. Das bedeutet, dass es für jede Person und für jeden Ort weltweit eine Adresse gibt. Selbst dort, wo keine Hausnummer oder Postleitzahl existiert. Manchmal verbergen sich hinter einer Adresse aber einfach nur mehrere Eingänge, Zufahrten oder Einrichtungen. Das kann die Suche kompliziert machen. Mit what3words ist das exakte Ziel immer leicht zu finden", erklärt Clare Jones, CCO bei what3words.

Eine Kooperation mit diesem vielversprechenden Startup ließ sich die Deutsche Bahn AG nicht entgehen, die im vergangenen Jahr mit der Initiierung eines Startup-Fonds vermehrt für frische Ideen im eigenen Unternehmen sorgen möchte. Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender des DB Konzerns, ist begeistert von der "nie dagewesenen Präzision" und kann sich den Einsatz des weltweiten Adresssystems für verschiedene Mobilitätsformen, wie zum Beispiel der Drohnen-Logistik oder dem autonomen Fahren vorstellen.

Unsere Redaktion findet ihr übrigens unter "fragte.mittwoch.spiele".

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