Hirnscans machens möglich

Creepy oder cool? Japanische KI kann Gedanken lesen

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Foto von Benjamin Krämer

von Benjamin Krämer -

Japanischen KI-Forschern ist es gelungen, einer KI das Gedankenlesen beizubringen - eine Fähigkeit, die einige von uns das ein oder andere Mal sicher gut hätten gebrauchen können. Der Algorithmus schafft dieses Kunststück mithilfe von MRT-Bildern der Gehirne von Menschen, die auf Fotos schauen.

Die letzten großen KI-Nachrichten waren erstaunlich, wie beispielsweise die Meldung, dass es erstmals einer KI gelungen ist, selbstständig einen (brauchbaren!) Wikipedia-Artikel zu verfassen oder, dass KIs die Wende im Kampf gegen Moskitos bringen könnten. Wie immer kamen die Durchbrüche aus Amerika. Doch dieses Mal ist es eine erstaunliche Nachricht aus Japan: Forschern der Ochanomizu University ist es dort gelungen, einer KI das Gedankenlesen beizubringen. Dazu wurden Probanden in einen funktionellen Magnetresonanztomographen (fMRT) geschoben, der Hirnscans anfertigt, während sie verschiedene Fotos betrachten. Die KI kann anhand der Scans und den darauf ersichtlichen Hirnaktivitäten dann die Gedanken verschriftlichen und darüber Rückschlüsse auf die Bilder ziehen.

Die Gedankenlese-KI: "Hund sitzt vor einer Tür auf dem Boden"

Die Voraussetzungen sind teuer, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Gedankenlesen, nur mithilfe von Hirnscans.

Wer jetzt Angst vor der Gedankenpolizei aus 1984 hat (nur schlimmer, weil von einer KI unterstützt), braucht sich vorerst keine Gedanken zu machen: Der mittels eines Neuralnetzwerks trainierte Algorithmus kann dieses Kunststück bisher nicht ohne die fMRT-Aufnahmen, die sehr aufwändig und teuer sind, vollbringen. Was es kann, ist aber trotzdem erstaunlich. Es schaut sich die Gehirnaktivität an und schlussfolgert daraus Sätze, die den Gedanken der Probanden beim Anblick des Bildes entsprechen.

Beispielsweise: "Ein Hund sitzt auf dem Boden vor einer geöffneten Tür", oder "Eine Gruppe Menschen steht auf dem Strand." Sie kann also direkte Rückschlüsse von Hirnaktivitäten auf Gedanken ziehen und liegt dabei zu 100 Prozent richtig, wenn auch die Gedanken sehr simpel verschriftlicht werden. Interessant: Trainiert wurde die KI mit Spielfilmen und den Gehirnaktivitäten von Probanden beim Schauen der Filme.

Quelle: digitaltrends.com

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