Maschinelles Lernen in der eigenen Windturbine

DeepMind hilft der Windkraft: KI-Wettervorhersagen für mehr Verlässlichkeit

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Bislang landete Googles künstliche Intelligenz 'DeepMind' vor allem dann Schlagzeilen in den Mainstream-Medien, wenn die smarten Algorithmen in diversen Disziplinen mit ihren menschlichen Widersachern in den Ring traten. Nun versucht sich die Computerintelligenz an Wettervorhersagen, um den Nutzen von erneuerbaren Energien zu steigern.

Ausgangspunkt für dieses Vorhaben ist die saubere aber schwer kalkulierbare - und damit unzuverlässige - Energie aus Windkraftanlagen, wie 'The Verge' berichtet. Klar ist: So lange die Blätter eines Windrads angetrieben werden, erzeugt die Anlage Strom. Bleibt der Wind aus, muss das Stromnetz seinen Energiebedarf anders decken.

Was also tun, wenn sich das Wetter partout nicht nach uns richten will? Mithilfe von maschinellem Lernen Wettervorhersagen verbessern, um sich einfacher auf die stetig wechselnde Energiezufuhr einstellen zu können.

Google DeepMind zeigt seinen Mehrwert im echten Leben

Aus diesem Grund haben Google und seine DeepMind-Sparte damit begonnen, die KI in den hauseigenen Windturbinen zu testen. Der Suchmaschinenkonzern begann schon früh damit, den Energiebedarf mit grünen Strom abzudecken, um die selbstgesteckten Ziele in Bezug auf die eigene Klimaneutralität zu erfüllen.

Die aus Wettervorhersagen und Turbinendaten gewonnenen Erkenntnisse fütterten die maschinelle Lernplattform von Google DeepMind, um zukünftig aussagekräftige Vorhersagen in Bezug auf die Windkraftenergie tätigen zu können. Im Ergebnis konnten konkrete und zutreffende Wettervorhersagen von bis zu 36 Stunden im Voraus getroffen werden. Für Stromnetze wäre dieser Vorlauf von mehr als einem Tag laut 'The Verge' extrem vorteilhaft, um Lieferengpässe zu vermeiden. Was gleichzeitig bedeuten würde, mehr auf erneuerbare Energien setzen zu können.

Anhand dieses Beispiels zeigt sich deutlich, welchen Mehrwert maschinelles Lernen für die Allgemeinheit haben kann. Den potenziellen Wert von Windenergie für Stromnetze hätte Google nach dem jetzigen Stand der Entwicklung laut The Verge bereits um 20 Prozent erhöht.

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