Putschversuch

Der Kampf der Giganten: Google entwickelt Echo-Show-Konkurrenten

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Unermüdlich arbeiten Google und Apple daran, Amazon vom Thron zu stoßen, wenn es um den Verkauf von intelligenten Lautsprechersystemen fürs vernetzte Zuhause geht. Der neueste Putschversuch seitens Google besteht aus einem YouTube-Verbot für Echo-Geräte und der Entwicklung eines eigenen Echo Show Pendants.

Google mag es gar nicht, wenn eine technologische Errungenschaft nicht Teil des eigenen Konzerns ist. Nachdem aus der Google-Entwicklerschmiede ebenfalls ein smarter Lautsprecher hervorgegangen ist, man jedoch im Vergleich zum Amazon Echo etwas spät dran war, versucht man nun den Kopiervorgang zu beschleunigen. Ein intelligenter Lautsprecher inklusive Bildschirm für Video-Anrufe und Streaming soll dem 187 mm hohen Echo-Show-Gerät mit 7 Zoll-Touchscreen Konkurrenz machen - Codename: Manhattan.

Als Betriebssystem sei, so Insider-Quellen von Techcrunch, Android verwendet worden, um es Drittanbieter möglichst einfach zu machen, Apps für das Gerät zu programmieren. Es stehen Spekulationen im Raum, dass es eine Netflix-App für Manhattan geben könnte. Damit hätte sich Google einen Service gesichert, der aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken ist.

Aber Google geht noch einen Schritt weiter und macht die 2006 akquirierte Video-Plattform YouTube auf dem Echo Show nicht mehr zugänglich. Laut einem Statement von Amazon ist diese Handlung ohne weitere Erklärungen und ohne eine Vorabinformation für die User vonstattengegangen. Ferner hätte es keinerlei technische Gründe für diese Entscheidung gegeben. Google hingegen fertigt Anfragen mit der Aussage ab, dass die Nutzung von YouTube auf dem Echo Show die Nutzungsrichtlinien des populären Streaming-Dienstes verletzen würde.

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Amazon steht nicht auf dem Schlauch

Obwohl Google versucht, Amazon mit zwei so wichtigen - weil so beliebten - Diensten wie YouTube und Netflix den Boden unterm Hintern wegzuziehen, bleibt der eCommerce-Gigant nicht untätig: Neben dem neuen Echo der zweiten Generation ist bereits ein Echo Plus mit integriertem Smart Hub auf dem Markt und auch der Echo Spot lässt nicht mehr lange auf sich warten.

Außerdem hat man mit Amazon Video, Amazon Music und Audible auch ein paar Asse im Ärmel. Ich persönlich fände es spannender, wenn Google mal wieder selbst auf eine interessante Ideen käme, statt sich gemeinsam mit Apple an einer Aufholjagd zu beteiligen. Das auch Facebook an Aloha feilt, ruft eher ein Gähnen als echtes Interesse hervor. Mensch, macht doch mal selber was.

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