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Spaß oder ernst gemeint?

Die kuriosesten Kickstarter Kampagnen 2017 [Kommentar]

Geschätzte Lesezeit: ca. 7 Minuten

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

12,8 Millionen Menschen haben bereits ein Kickstarter-Projekt unterstützt, damit kreative Ideen verwirklicht werden können. Wir haben allerdings ein paar amüsante Geschäftsideen entdeckt, bei denen wir uns fragen, wie ernst es die potenziellen Unternehmer damit meinen. Ein Kommentar.

+++ Hinweis: Dieser Kommentar könnte Ironie beinhalten +++

Crowdfunding ist die geniale Möglichkeit, mit der Hilfe zahlreicher Unterstützer Projekte zu finanzieren, die sich sonst nicht in die Realität umsetzen ließen. Eine Kickstarter-Kampagne kann theoretisch von jedem gestartet werden, der sich an die Richtlinien des Webportals hält. Also zum Beispiel keine Belohnungen in Form von genetisch veränderten Organismen (ja, steht da wirklich so), lebenden Tieren oder Alkohol verspricht.

Endlich keine Kinder mehr im Auto vergessen

Das passiert im Alltag nun wirklich oft: Man sitzt zu Hause seit Stunden auf der Couch und auf einmal hat man das Gefühl, etwas vergessen zu haben. Und dann fällt es wie Schuppen von den Augen: Die Kinder sitzen ja noch im Auto! Nicht wirklich, oder? Also wer tatsächlich die App 'Infant Reminder' auf Kickstarter unterstützt, der sollte eventuell seine Einstellung zum Familienleben hinterfragen...

Eventuell handelt es sich um ein soziologisches Projekt, ich bin mir da nicht ganz sicher.

Glücklicherweise sind bisher ganze null Euro gespendet worden, um das Finanzierungsziel von 60.000 Euro zu erreichen. "Infant Reminder ist die erste App der Welt, die vor den Gefahren von vergessenen Kindern im Auto schützt" - so preist Giuseppe Ferrito sein Projekt an. Eventuell handelt es sich um ein soziologisches Projekt, ich bin mir da nicht ganz sicher. Quasi mal testen wollen, ob Menschen eine App brauchen, die sie an die Existenz ihrer Nachkömmlinge erinnert.

Das emotional aufgeladene Werbevideo auf Kickstarter weist insbesondere auf die Fälle hin, in denen Eltern ihre Kids bei heißen Temperaturen im Auto zurücklassen. Darf man den statistischen Angaben des Entwicklers Glauben schenken, dann stirbt jedes zehnte Kind in den USA an einem Hitzschlag im Auto. Da läuft in den Köpfen der Menschen vielleicht mehr falsch, als man mit einer App beheben könnte. Auf YouTube hat der Entwickler für die Hintergrundmusik eines Video-Tutorials "If I saw you in heaven" von Eric Clapton gewählt, was mich mit gemischt-irritierten Gefühlen zurücklässt. Und euch?

Hier erfährst du mehr über: Crowdfunding

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