Drittanbieter-Gadgets verbessern das Amazon-Device

Endlich jemand, der auf Dich hört! - Was Amazons Alexa alles kann

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Ein Tap auf "Skill aktivieren" innerhalb der Alexa App reicht aus, um Amazons künstliche Intelligenz mit einer weiteren Fähigkeiten auszustatten. Zahlreiche Drittanbieter basteln bereits an ziemlich coolen Ideen für den Alexa Voice Service, darunter BMW und Chefkoch.

Zwei Tasten und ein drehbarer Außenring - mehr lässt sich beim Amazon-Echo-Device nicht manuell bedienen und das ist auch nicht nötig, denn die künstliche Intelligenz 'Alexa' hat sehr gute "Ohren". User, die das Gerät zum Beispiel aus den USA mitgebracht haben und daher schon wesentlich länger testen konnten, berichten von einer sehr guten Reaktionsfähigkeit von Alexa. Fragen werden flüssig und mit einer angenehmen Stimme korrekt beantwortet. Selbst Siri, die virtuelle Assistentin von Apple, die bereits seit fünf Jahren existiert, kann mit Alexa nicht mithalten.

TV-Geräte mit Amazon Echo steuern

Ein TV-Gerät, selbst wenn es ein Smart-TV ist, wird von Amazon Echo nicht automatisch als Smart-Home-Device erkannt. Dieser Punkt ist der größte Nachteil im Hinblick auf das Konkurrenzprodukt Google Home. Glücklicherweise gibt es aber diverse Gadgets, die als Mittelsmann zur Umsetzung von Sprachbefehlen einspringen. So zum Beispiel der Harmony Hub von Logitech. Da diese Verknüpfung aber nicht von Haus aus vorgesehen ist, müssen sich Echo-Besitzer einer weiteren Hilfe bedienen, zum Beispiel dem Service von ifttt.com (if this then that), der darin besteht Apps und Geräte miteinander zu verknüpfen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Echo und Harmony Hub in Betrieb nehmen
  2. Beide Geräte auf dem Portal ifttt.com im eigenen Konto registrieren
  3. Eine wenn-dann-Funktion festlegen. Also: Wenn man Amazon Echo 'xy' sagt, dann soll der Harmony Hub 'xy' ausführen. Während Echo eigentlich mit "Alexa, ..." angesprochen werden möchte, müssen Sprachbefehle, die über ifttt.com laufen sollen, zusätzlich mit dem Wort "Trigger" begonnen werden. Beispiel: "Alexa, trigger the tv on."

Für technische Laien mag das nicht ganz leicht umsetzbar sein, die Methode klappt jedoch recht gut. Allerdings funktioniert das System nur mit englischen Sprachbefehlen. Wesentlich leichter ist Steuerung von anderen Smart-Home-Devices.

Einbindung von WLAN-fähigen Steckdosen

Für alle Elektrogeräte, die ihre Tätigkeit direkt aufnehmen, sobald sie mit Strom versorgt werden, kann eine WLAN-fähige Steckdose Sinn machen. Das kann zum Beispiel bei Lampen, Wasserkochern oder Kaffeemaschinen der Fall sein. Die zwischengeschalteten Smart-Steckdosen verbinden sich über das WLAN mit einer App des jeweiligen Herstellers und wenn dieser Hersteller ein Drittanbieter für den Alexa Voice Service ist, dann lässt sich die App als Skill für Echo aktivieren. Im Fall des Smart Plugs von TP-Link heißt die zugehörige App beispielsweise 'Kasa' und ist Teil des Skill-Sets von Amazon Echo.

Schalten Sie Lampen bei Sonnenuntergang automatisch ein, dimmen Sie sie, wenn Sie sich einen Film ansehen möchten, oder schalten Sie sie nach Verlassen des Hauses aus.

WeMo

Was aber tun, wenn es sich um eine Deckenlampe handelt? Diese ist nicht per Steckdose angeschlossen. Dafür hat sich der Hersteller WeMo eine moderne Option ausgedacht: LED-Lampen mit Internetverbindung. Mit 'WeMo Link', einer Art Adapter, werden die LED-Lampen mit einer App verknüpft, die ebenfalls im Kompetenz-Katalog von Alexa auftaucht. Dabei ist Komfort allerdings nicht der einzige Aspekt. Durch das Fernsteuern des Lichts kann auch in Urlaubszeiten Anwesenheit vorgetäuscht werden, um potenzielle Einbrecher abzuschrecken.

Knight Rider Feeling: BMW Connected

Autohersteller BMW versucht am Puls der Zeit zu bleiben. Neben einer AR-App hat das Unternehmen weitere digitale Services in petto, die den modernen Kunden bei der Stange halten sollen. "BMW Connected" heißt das Konzept, welches Fahrzeug und Smartphone zukünftig miteinander verknüpfen wird - und eben auch Alexa.

BMW Connected integriert in Alexa

BMW Connected integriert in Alexa.  

Quelle:  BMW PressClub Global 

BMW Connected integriert in Alexa

BMW Connected integriert in Alexa.  

Quelle:  BMW PressClub Global 

"Alexa, frag BMW: Wie weit kann ich noch fahren?" oder: "Alexa, frag BMW: Wann muss ich los um pünktlich für meine nächste Verabredung zu sein" - solche Fragen werden durch das Echo-System problemlos beantwortet werden können. Dafür verbindet sich Echo mit der Amazon-Cloud, die ihre Antworten aus der BMW-Cloud bezieht. Dafür ist es logischerweise nötig, Alexa Zugriff auf die eigenen Termine zu gewähren. Vielleicht nicht ganz das Knight-Rider-Feeling von dem jeder Serien-Fan träumt, aber ein guter Schritt in diese Richtung.

Alexa als Küchenhelferin

Du hast keine Idee, was du heute kochen sollst? Dann frag doch einfach Chefkoch! Aktiviere das Gerät einfach mit dem Satz "Alexa, sag Hallo zu Chefkoch" und schon bietet dir Alexa allerhand Möglichkeiten Chefkoch.de zu nutzen.

"Spinat-Geheimnisse der indischen Küche", die beliebtesten Keks-Rezepte oder regionale Küche im Herbst - Chefkoch.de ist für viele Freizeitköche (und wahrscheinlich auch für den ein oder anderen Profi) zur Anlaufstelle Nummer Eins geworden, wenn es darum geht, ein tolles Rezept ausfindig zu machen. Alexa hilft dabei, die Suche nach einer Koch- oder Backanleitung noch komfortabler zu gestalten.

Ist ein geeigneter Kandidat ausgewählt, ist Amazons künstliche Intelligenz dazu in der Lage das Rezept vorzulesen, was besonders praktisch ist, da der Koch dabei die Hände frei hat und weiter rühren oder kneten kann. Wer doch lieber selbst liest, kann sich das Rezept von Alexa aufs Smartphone schicken lassen.

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