digitale Themen, leicht verständlich.

Bald AR-Ads im News-Feed

Erst schminken, dann kaufen: Facebook plant interaktive Werbung

Geschätzte Lesezeit: ca. 2 Minuten

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Augmented Reality ist bei Instagram und Snapchat ja schon fast ein alter Hut, und bald sollen die Filter auch im Facebook-Newsfeed verstärkt zum Einsatz kommen. Allerdings nicht etwa in Beiträgen von Freunden, sondern in den Werbeanzeigen. Der Star der Spots: Ihr selbst, mit neuer Brille oder neuer Schminke.

Pokémon GO, bunte Tierfilter fürs Gesicht oder eben das virtuelle Anprobier-Feature in diversen Online-Shops: 'Augmented Reality' ist beim Otto-Normal-Verbraucher längst angekommen. Genauer gesagt beschäftigen sich allein 80 Millionen US-Bürger monatlich auf diese Weise mit der praktischen Technologie, wie die Business Consulting Group kürzlich herausgefunden hat. Jede Menge Potenzial also, das man bei Facebook jetzt auch so langsam mal nutzen möchte - und zwar bei den Werbeeinblendungen in eurem News-Feed.

Wenn ihr nicht genau wisst, wie die Farbe 'Wassermelonenscheibe' auf eurem Gesicht aussieht, könnt ihr das womöglich bald bei Facebook testen.  

Quelle: (Screenshot)  Facebook 

Wenn ihr nicht genau wisst, wie die Farbe 'Wassermelonenscheibe' auf eurem Gesicht aussieht, könnt ihr das womöglich bald bei Facebook testen.  

Quelle: (Screenshot)  Facebook 

Vonstatten gehen wird das in etwa so: Teilnehmende Werbetreibende (bislang an Bord sind ein Sonnenbrillen-Hersteller, diverse Kosmetik-Unternehmen und einige Vertreter der Gaming- und Unterhaltungsbranche) schalten wie gewohnt Werbung auf Facebook. Über einen neuen Button wird dann eure Kamera aktiviert und ihr befindet euch plötzlich mittendrin in der Werbeanzeige.

Was jetzt passiert, liegt im Grunde in der Hand des Werbetreibenden. Im Falle des Sonnenbrillen-Herstellers Michael Kohrs wird euch ein virtuelles Modell der beworbenen Brille auf die Nase gesetzt werden. Alles in Echtzeit und an eure Kopfbewegung angepasst - im Grunde genommen so wie ein Snapchat-Filter. Gefällt’s euch, geht es über einen Button weiter auf die entsprechende Shop-Seite.

Ähnlich könnte die AR-Werbung des Kosmetik-Unternehmens 'Sephora' funktionieren. In einem Blogeintrag demonstriert Facebook, wie eine Nutzerin diverse Sorten Lippenstift aufträgt. Die neu eingefärbten Lippen wirken dann zwar nicht unbedingt lebensecht. Die Entscheidung für oder gegen einen Farbton dürfte so aber deutlich schneller fallen. Und: Offenbar wird es einen Button zum Erstellen einer Facebook-Umfrage ebenfalls geben.

Wann genau ihr euch in hiesigen Gefilden in eurer eigenen Werbeanzeige bewundern könnt, steht noch nicht fest. Das Tool zum Erstellen der AR-Ads steht den Firmen zwar schon zur Verfügung, noch haben aber wohl erst eine Handvoll zugesagt, mit denen derzeit Tests durchgeführt werden.

Hier erfährst du mehr über: Facebook und Augmented Reality

Sag uns deine Meinung!