Nie wieder Rückenprobleme?

Exoskelett statt Bandscheibenvorfall: Motorisierte Bewegungen auf dem Vormarsch

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von Benjamin Krämer -

Sport macht der Mensch von Zeit zu Zeit gerne, aber bei körperlicher Betätigung im Arbeitsumfeld hört es meist auf. Das liegt auch daran, dass viele besonders einseitig belastende Tätigkeiten zu Verletzungen und Langzeitschäden führen können. Darum hält seit Jahren der Traum von Exoskeletten an, die jetzt erstmals in eine erschwingliche Massenproduktion gehen könnten.

Exoskelette sind bereits seit 20 Jahren im Gespräch, wenn es um die (Rücken-)Gesundheit von Arbeitern mit physisch anspruchsvollen Jobs geht. Bisher handelte es sich allerdings eher um Forschungsprojekte oder kleinere Tests von Tech-Startups. Die Anzüge sahen kompliziert und sperrig aus, fielen häufig aus, waren extrem teuer. So teuer, dass nicht einmal große Konzerne mit entsprechenden Tätigkeiten wie Automobilhersteller Interesse daran entwickelten. Das ändert sich jetzt mit einer neuen Generation weit entwickelter Exoskelette, die bereits mehr als marktreif aussehen und erstaunlich günstig zu haben sind. Erste Studien zur Implementierung entsprechender motorisierter 'Muskeln' laufen bereits und versprechen eine Zukunft mit deutlich weniger Besuchen beim Physiotherapeuten.

Das Exoskelett als beste Bandscheibenvorsorge

Das angesprochene Exoskelett sieht erstaunlich unauffällig aus und unterstützt sämtliche Muskeln des Körpers, je nach Modell. Dabei geht es weniger um übermenschliche Kräfte, sondern vielmehr um angesprochene Unterstützung mittels elektrischer Servomotoren. Der Vorteil: Die Muskulatur ermüdet nicht so schnell. Heute ist das erste Mal ein Punkt erreicht, wo Modelle um die 5.000 Dollar angeboten werden und ein echter Markt entstanden ist. Das ist auch eine gute Nachricht für Reha-Patienten: viele dieser Exoskelette können bereits Querschnittsgelähmten dabei helfen, mit ihrer Hilfe wieder zu laufen. Einzige Hürde: Exoskelette gelten bisher noch als medizinische Apparate und müssen entsprechend von verschiedenen Behörden zugelassen werden, was bekanntlich eine Menge Zeit kostet. Bis dahin hilft weiterhin wahrscheinlich nur eines: Genügend Bewegung und immer schön aus dem Rücken heben...

Die Kollegen von 'The Verge' haben zu den aktuellen Modellen ein interessantes Video zusammengestellt:

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