Einschränkungen für Canvas

Firefox will es Webseiten schwerer machen, euch zu verfolgen

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von Benjamin Krämer -

Im aktuellen Firefox 56 können Webseitenbetreiber sogenanntes Canvas-Fingerprinting nutzen, um User auszuspähen. Sie erhalten ohne das Wissen der Betroffenen Identitätsdaten und können diese dann selbst nutzen oder an Dritte weitergeben. Mozilla will dieser Entwicklung jetzt einen Riegel vorschieben.

Canvas-Elemente sind HTML-Funktionen, mit denen ein Browser Inhalte zeichnen kann. Das sieht praktisch so aus, dass entsprechende Elemente Wörter und Bilder erzeugen, die sich später analysieren lassen. Mit diesen Analysen lassen sich Nutzer identifizieren, genau wie deren Browserverhalten. Die Identifizierung selbst geschieht über das Feststellen der Systemkomponenten wie Grafikkarte, Betriebssystem et cetera.

Mozilla wird tätig

Vor Canvas-Missbrauch kann man sich schon jetzt mit Addons wie 'Chameleon' oder 'NoScript' schützen

Canvas-Elemente sind per se keine Sicherheitsmängel, sondern normale HTML-Komponenten. Trotzdem wird deren Funktion von Webseiten häufig ausgenutzt. Deswegen will Mozilla diesen Praktiken jetzt einen Riegel vorschieben. Da die neue Version, Firefox 57, bereits in den nächsten Tagen erscheint, wird es die Änderungen erst Anfang 2018 mit Firefox 58 geben. Dann werden Nutzer standardmäßig gefragt, ob sie es Canvas-Elementen erlauben wollen, Aufzeichnungen zu machen.

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