Android-API entfesselt Handy-Sensoren-Arsenal

Gläserner geht's nicht: Google Awareness API macht uns noch durchschaubarer

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Mit der jetzt aktiven Google Awareness API für Android entstehen für App-Entwickler ungeahnte neue Möglichkeiten. Denn dank der effizienten Nutzung sämtlicher Sensoren-Daten vom Smartphone entsteht für sie ein überaus präzises Bild der aktuellen Situation des Nutzers.

Ungeahnte Möglichkeiten für Entwickler

Barometer, Magnetometer, Feuchtigkeitssensor: Neben GPS-Empfänger, Helligkeits- und Näherungssensor schlummern in handelsüblichen Smartphones bereits heute jede Menge Technik-Gadgets von denen eigentlich kaum einer etwas weiß. Und bisher wurden viele dieser Sensoren von den meisten App-Entwicklern auch eher stiefmütterlich behandelt. Denn: Trotz des großen Potenzials gestaltete sich bisher das Auswerten der darüber gesammelten Daten und insbesondere das Interpretieren derselben im Verbund mit Informationen aus anderen Quellen als überaus kompliziert.

Mit der jetzt auf jedem Android Smartphone aktiven Google Awareness API wird sich das aller Voraussicht nach ab sofort ändern. Denn laut Produkt-Manager Bhavik Singh soll diese neue Schnittstelle künftig den App-Entwicklern ermöglichen, umfassend und unkompliziert mit sämtlichen Daten zu arbeiten. Die Folge sei ein weitaus akkurateres Gesamtbild des Handynutzers, was wiederum exakt auf seine Situation angepasste Dienste ermögliche.

Google verspricht Vorteile für Nutzer und Entwickler

Die App Trulia Real estate & Rentals beispielsweise nutzt bereits die neuen Schnittstellenfunktionen. Die Immobilien-App registriert, wenn sich der Nutzer in der Nähe eines zum Verkauf stehenden Hauses befindet. Melden Sensor und Internet gleichzeitig vermeintlich angenehmes Klima, schlägt sie dem Nutzer automatisch eine Besichtigung vor.

Die App Superplayer Music Playlists greift sogar auf noch mehr Sensoren zu und schlägt der Situation entsprechende Musik vor. So soll die Anwendung anhand der Daten erkennen, ob der Nutzer beispielsweise gerade eine Stretching-Pause beim Joggen einlegt, sich auf einer langen, verregneten Autofahrt befindet oder in seiner Studentenbude fleißig büffelt.

Für den Nutzer ergeben sich laut Bhavik Singh, neben passgenauen App-Angeboten, weitere Vorteile. So soll auch der Akku geschont werden, weil sämtliche Daten jetzt gebündelt über Google Play Services abgerufen werden können.

Die Öffentliche Vorstellung der neuen Schnittstelle von Bhavik Singh und seinem Kollegen Maurice Chu könnt ihr euch in voller Länger hier anschauen:

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