Neues KI-System

Google Translate soll dank Deep Learning bald noch genauer werden

Foto von Eike Betsch

von Eike Betsch (@bulltosh)-

Google konnte bereits mehrere Produkte aus dem eigenen Sortiment mit der hauseigenen Machine-Learning-Technologie "Deep Learning" verbessern. Programme wie Google Maps, Google Photos oder Gmail profitieren bereits von dieser Art der "künstlichen Intelligenz".

Erweiterung für das KI-System angekündigt

Jeff Dean, der an grundlegenden Such- und Werbe-Technologien von Google gearbeitet hat und nun Abteilungsleiter der Google Systems and Infrastructure Group ist, gab vor kurzem in einem Interview bekannt, dass seine Abteilung ab sofort mit dem Google Übersetzungsteam zusammenarbeitet. Hierbei werden Experimente erdacht, die sich mit den auf Deep Learning basierenden Übersetzungen beschäftigen. Zukünftig soll die KI Voraussagen über neue Daten treffen, indem sie ein künstliches neurales Netzwerk mit Unmengen an Daten aufbaut. "Sequence to Sequence Learning with Neural Networks" ist dabei die Veröffentlichung, auf dem die Arbeit basiert.

Gut zu wissen:

Wer sich weiter über LSTM informieren möchte, kann dies hier tun: https://en.wikipedia.org/wiki/Long_short-term_memory

Nach Aussage von Jeff Dean soll die Technologie anschließend in Google Translate einfließen: "I think we’ll have some results … coming down the pipe". Weiterhin sagte er gegenüber VentureBeat, dass es das Ziel sei, die Übersetzungen noch akkurater zu machen. Derzeit verlässt sich Google Translate auf viele verschiedene Technologien. Dean möchte hingegen, dass sich der Fokus mehr auf das neurale Netzwerk richtet - vor allem auf das sogenannte Short-Term Memory Network (LSTM).

Google Translate nutzt Deep Learning teilweise schon jetzt

So ganz ohne die KI kommt der Google Translator auch zum aktuellen Zeitpunkt nicht aus. Innerhalb der "Instant Visual Translation"-Funktion wird Deep Learning bereits verwendet. Hierfür benötigt man eine Smartphone-Kamera, um sich beispielsweise Schilder in fremden Ländern übersetzen zu lassen. Trotzdem ist die hundertprozentige Übersetzungsgenauigkeit derzeit noch ein Wunschwert, zu dem der Übersetzer bislang allerdings noch nicht im Stande ist.

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