Vom Auto ins Wohnzimmer

Holoportation: Microsoft gelingt mobile Echtzeit-Übertragung von AR-Hologramm

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Das Beamen von Menschen in ihrer physischen Form, die Teleportation, liegt zwar in weiter Ferne, aber ein mobilies "Holo-Deck" ist Microsoft bereits gelungen. Von der Rückbank eines Autos lassen sich Menschen in einen belieben Raum holoportieren.

Objekt und Personen als 3D-Bild in möglichst hoher Auflösung "einzufangen", die Daten zu komprimieren, zu übermitteln und andernorts darstellbar zu machen - das ist das Ziel des Microsoft-Forschungsteams. In puncto Hologramm-Technologie haben die Forscher jetzt einen weiteren Meilenstein in Richtung Endkunden-Produkt erreicht: Sie haben die Technik vom Labor ins Auto transferiert und damit mobil gemacht.

Eine Person, die auf der Rückbank des Autos sitzt, wird von zwei Kameras gefilmt, deren Aufzeichnungen in kombinierter Form und in Echtzeit ein 3D-Modell erschaffen, welches sich mittels Hololens (oder HTC Vive) in einem beliebigen Raum betrachten lässt. So soll das Holoportations-System der Kommunikation über große räumliche Distanzen hinweg den persönlichen Touch verleihen, indem eine Interaktion mit dem Gesprächspartner möglich wird, die Gestik, Mimik und die gesamte Körperhaltung miteinbezieht.

Die Krux mit mobilen Lösungen

Was auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so spektakulär scheint, bezogen auf den Einbau der Technologie in ein Fahrzeug, ist bei genauerer Betrachtung keine leichte Aufgabe. Denn für eine stabile und schnelle Datenübertragung mussten zunächst die Ansprüche an die vorhandene Bandbreite reduziert werden. Laut Blogeintrag des Forscherteams wurde eine Reduzierung um satte 97 Prozent erreicht.

Aktuell wird ein Datenstrom von immerhin noch 30 bis 50 Mbit/s benötigt, daher führten die Mitarbeiter von Microsoft Research die ersten Tests in WLAN-Reichweite durch. Im Moment nimmt das System den Platz des gesamten Kofferaums ein. Das fertige Produkt, mit dem Kunden ihr Auto zukünftig nachrüsten können, soll dann allerdings wesentlich kleiner sein.

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