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Homebanking vs. Online-Banking: Wie sicher sind Finanztransaktionen?

Geschätzte Lesezeit: ca. 4 Minuten

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von Sven Schäfer (@kreativfrei)-

Online-Banking ist für einige Nutzer noch immer ein heißes Eisen. Nicht zuletzt wegen der Bedrohungen durch Phishing-Mails und Trojaner schrecken viele davor zurück. Home-Banking-Software für den eigenen PC kann für diese Anwender eine prima Alternative sein - und das sowohl für Geschäfts- als auch für Privatleute.

Der Begriff Online-Banking dürfte den meisten Menschen mittlerweile geläufig sein: Durch die Abwicklung der klassischen Bankgeschäfte über das Browserfenster bleibt Nutzern der Weg zur Bank häufig erspart. Zudem kann die Bearbeitungszeit dadurch indirekt beschleunigt werden. Wer online einkauft, ermöglicht durch die sofortige Zahlung eine schnelle Abwicklung.

Die Zahlung im Browserfenster wird immer beliebter.

So komfortabel die Verwendung auch ist, Online-Banking ist durchaus auch mit Nachteilen verknüpft. Zum einen stellt sich immer wieder die Frage der Sicherheit, zum anderen verlangen einige Kreditinstitute Gebühren für die Online-Überweisung. Um die Transaktion abzusichern, wird eine sogenannte Transaktionsnummer - kurz TAN - benötigt. Diese TAN wird häufig als SMS zugestellt, einige Banken erledigen dies allerdings nicht mehr kostenfrei. Die Sicherheit wird insbesondere durch sogenanntes 'Phishing' gefährdet. Dabei handelt es sich um den betrügerischen Versuch, die eigenen Zugangsdaten "abzufischen".

Ermöglicht wird dies durch die Erstellung einer fingierten Website, die den Nutzer dazu animiert, seine Zugangsdaten einzugeben. Anstatt sich bei der eigenen Bank einzuloggen, werden diese Daten an Unbefugte übermittelt. Trotzdem wird die Zahlung im Browserfenster immer beliebter: Während im Jahr 2013 etwa 45 Prozent aller Bankkunden das Online-Banking nutzten, erwarten Fachleute ein Wachstum auf 50 Prozent bis zum Jahr 2020.

Worin sich Home-Banking und Online-Banking unterscheiden

Insbesondere die Entstehung immer neuer Trojaner sowie das grundsätzliche Problem des Phishings beim Browser-Banking sorgen dafür, dass die Verwendung einer Banking-Software immer beliebter wird. Abgesehen vom hohen Sicherheitsniveau liegt der Vorteil darin, dass verschiedene Konten und Finanzdepots mit einem einzigen Programm verwaltet werden können.

Beim Home-Banking ist eine Offline-Nutzung möglich.

Zudem ist natürlich prinzipiell eine Offline-Verwendung unproblematisch. Anders als beim Banking im Browserfenster ist auch eine Archivierung direkt in der Software möglich. Außerdem lassen sich bei einigen Programmen Aktienverläufe einsehen. Diagramme und Auswertungen helfen ferner dabei, die eigene Finanzsituation zu bewerten. Der konkrete Unterschied zum Online-Banking liegt darin, dass die Transaktionen zunächst am heimischen PC beauftragt werden. Es ist beispielsweise möglich, nach und nach verschiedene Überweisungsaufträge einzugeben.

Diese Aufträge lassen sich auch im Nachhinein noch ändern. Erst wenn eine Verbindung zur Bank hergestellt wird, werden diese Überweisungen auch durchgeführt. Anstelle des Echtzeit-Bankings im Internet-Browser werden die Transaktionen also zunächst lokal vorgenommen. Zudem können die bereits erwähnten Sonderfeatures verwendet werden.

Die Vorteile einer Software zum Online-Banking

Wird also auf eine besonders gute Organisation und Verwaltung der eigenen Finanzen Wert gelegt, ist die Verwendung einer Homebanking-Software durchaus vorteilhaft. Je nach Anwendung ist es auch möglich, eine Finanzplanung vorzunehmen oder Rechnungen einzupflegen.

Durch die Möglichkeit, die Software auch offline zu nutzen, können Aufträge beispielsweise unterwegs vorbereitet werden. Zudem ist das Sicherheitsniveau höher, weil keine Sicherheitslücken in Browsern mehr ausgenutzt werden können. Auch konventionelle Angriffe von Trojanern schlagen üblicherweise fehl.

Das Sicherheitsniveau beim Home-Banking ist höher, weil keine Sicherheitslücken in Browsern mehr ausgenutzt werden können.

Darüber hinaus ist häufig eine Autorisierung über die Bankkarte per HBCI notwendig. Zwar wird dafür ein zusätzliches Lesegerät benötigt, das höhere Schutzniveau ist allerdings ein gutes Argument für den Einsatz dieser Technologie. Der Einsatz von HBCI ist denkbar einfach: Nach dem Einstecken der Chipkarte muss ein PIN eingegeben werden, welcher die Transaktionen autorisiert - ähnlich wie dies bei der üblichen Kartenzahlung auch der Fall ist. Dieses Verfahren lässt sich übrigens zusätzlich zum TAN-Verfahren einsetzen, was das Sicherheitslevel weiter steigert.

Worauf bei einer Banking-Software geachtet werden sollte

Insbesondere Unternehmer und Selbstständige dürften von diesen vielfältigen Möglichkeiten einer Homebanking-Software profitieren. Doch auch private Nutzer, die ihre eigenen Finanzen einfach gut verwaltet sehen wollen, sollten die Anschaffung einer solchen Software in Betracht ziehen. Zu den beliebtesten Anwendungen zählt 'Starmoney'.

Die Software überzeugt insbesondere durch den großen Funktionsumfang, die zertifizierte Sicherheit sowie die einfach strukturierte Benutzeroberfläche. Zudem sorgt eine 60-tägige Testversion dafür, dass die Funktionen vor dem Kauf ausführlich getestet werden können. Bei der Wahl der Software sollten Interessenten darauf achten, dass die gewünschten Funktionen in jedem Fall enthalten sind. Auch unterstützt nicht jede Software die sinnvollen Chipkartenleser.

Starmoney überzeugt durch großen Funktionsumfang und zertifizierte Sicherheit.

Wer statt Windows entweder Linux oder Mac OS nutzt, ist hinsichtlich der Auswahl ein wenig eingeschränkt. Nicht jede Anwendung ist für jedes Betriebssystem verfügbar. Außerdem kann es sinnvoll sein, neben der umfangreichen Software eine mobil nutzbare App verwenden zu können. Auch hier gilt, dass nicht zu jeder Software eine kompatible Smartphone-Applikation vorhanden ist.

Unternehmer sollten Banking-Software in Betracht ziehen

Insgesamt zeigt sich also, dass das Banking mit dem eigenen Rechner durchaus seine Vorzüge bietet. Kontoauszüge lassen sich einfach archivieren, ohne viel Platz in Anspruch zu nehmen. Außerdem kann auf den Gang zur Bank häufig verzichtet werden, weil sich sämtliche Überweisungen auch von Zuhause aus vornehmen lassen.

Die Tücken des Online-Bankings liegen in zusätzlichen Kosten und möglichen Sicherheitsrisiken. Zumindest Letztere lassen sich durch die Verwendung einer hochwertigen Banking-Software umgehen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass auch zusätzliche Funktionen für die Finanzverwaltung genutzt werden können. Insbesondere Selbstständige und Unternehmer dürften davon erheblich profitieren.

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