Face ID ist sicher. Oder doch nicht?

iPhone X mit Maske entsperrt - vietnamesische IT-Firma knackt Face ID

Foto von Benjamin Krämer

von Benjamin Krämer -

Face ID sollte das neue große Ding sein, das Apple mit seinem neuen Smartphone-Flaggschiff auf den Markt gebracht hat. Personalisiert und nicht zu knacken – das waren die Worte, mit denen das Entsperren mittels Face ID gepriesen wurde. Einer vietnamesischen IT-Sicherheitsfirma ist es nun offenbar gelungen, den Gesichtsscan zu überlisten.

Das Video ist anderthalb Minuten lang und zeigt einen Mitarbeiter der Firma 'Bkav', wie er sein eigenes iPhone mithilfe einer Maske entsperrt, für die einige Teile seines Gesichts nachmodelliert wurden. So ist auf der weißen Gipsmasse eine Partie mit Nase und Mund und je eine mit einem Auge und Augenbrauen zu sehen. Gebastelt wurde sie mithilfe eines 3D-Druckers, Makeup und einfachen 2D-Bildern. Sie sieht nicht nur gruselig und alles andere als menschlich aus, sondern hat es in dem Video allem Anschein nach geschafft, sich als Besitzer des iPhones auszugeben.

Kosten: 150 Dollar und eine Woche Zeit

Gebraucht haben die IT-Sicherheitsforscher eine Woche, um die Maske herzustellen. Gekostet hat sie 150 Dollar. Auf ihrer Website weist die Firma darauf hin, dass es sich bei ihrem Versuch um den Beweis eines Konzepts handele. Es solle Unternehmen und Politikern verdeutlichen, dass Face ID zwar ein ausreichender Schutz vor normalen Dieben sei, aber keiner vor professionellen. Erst vor ein paar Wochen veröffentlichte Apple eine Mitteilung, in der das Unternehmen darauf hinwies, dass sich das neurale Netzwerk hinter Face ID nicht durch Masken oder Fotos überlisten lasse. Außerdem in der Mitteilung enthalten war die Technik hinter dem Mechanismus. Genau das haben sich die vietnamesischen Forscher offenbar genauer angeschaut - und überlistet.

Das Originalvideo von Bkav könnt ihr hier sehen:

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