Heilung statt Apokalypse

Ist künstliche Intelligenz eine Geheimwaffe gegen Krebs?

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von Benjamin Krämer -

Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch - darunter stellen sich viele besorgte Menschen tatsächlich einen wortwörtlichen Vormarsch vor, nämlich den von bösen Robotern, die uns auslöschen wollen. Allerdings scheint das Gegenteil der Fall zu sein, denn KIs sind schon jetzt dabei, unsere Medizin rasant zum Positiven zu verändern.

Krebs ist wohl unumstritten das größte medizinische Kreuz, das unsere Zeit zu tragen hat. Viele Forscher und 'Experten' prognostizierten in letzter Zeit immer häufiger, dass das nächste große Kreuz künstliche Intelligenz sein könnte, die uns wahlweise in Form von Roboterarmeen auslöschen, oder als Haustiere halten wird. Im Bereich der Medizin entpuppen sich intelligente Programme allerdings immer mehr als Retter, die uns ganz im Gegenteil von unserem Kreuz namens Krebs befreien könnte. Grund für den Optimismus liefern immer neue Erfolgsmeldungen aus dem Bereich des Machine Learning. Beispiele gefällig?

Das Smartphone als Krebsdetektor

KIs werden Onkel Doktor nicht obsolet machen, sondern ihn in Zukunft unterstützen: In Form intelligenter Diagnoseprogramme, die Empfehlungen aussprechen

Anfang 2017 entdeckte ein amerikanischer Herzchirurg per Zufall, dass er Kehlkopfkrebs hat - und zwar mit einem Smartphone-Gadget, das als Ultraschall-Gerät funktioniert inklusive einer KI, die in App-Form die Diagnose liefert. Hätte er die Diagnose später erhalten, wäre er gestorben. Dank seines iPhones wurde er behandelt und erfreut sich wieder bester Gesundheit.

Solche Meldungen sind im Tech-Bereich allerdings nicht neu und das gibt Grund zur Hoffnung. Es werden immer mehr Programme getestet, die bessere Diagnosen liefern sollen. So hatte ein Algorithmus der Universität Stanford 2017 eine doppelt so hohe Erfolgsrate in der Diagnose von Lungenentzündungen anhand von Röntgenbildern, als die medizinischen Direktoren der Hochschule. Smart-Wachtes können heute schon auf einen Schlaganfall hinweisen und täglich treffen neue Meldungen ähnlicher Art ein.

Open Source als Wegweiser für den sozialen Einsatz von KIs

User benutzt iPhone

Viele Entwicklungen medizinischer KIs zielen darauf ab, sie für das Smartphone einsetzbar zu machen - in Form von Medizin-Apps, die uns dabei helfen sollen gesund zu bleiben  

Quelle: (Ellica)  Shutterstock.com 

User benutzt iPhone

Viele Entwicklungen medizinischer KIs zielen darauf ab, sie für das Smartphone einsetzbar zu machen - in Form von Medizin-Apps, die uns dabei helfen sollen gesund zu bleiben  

Quelle: (Ellica)  Shutterstock.com 

Russische KI-Forscher machten dieses Jahr erst deutlich, worauf es bei diesem Fortschritt ankommt: Dass alle Menschen weltweit daran teilhaben können, schließlich betrifft das Thema Krebs uns alle und sei es 'nur' durch betroffene Familienmitglieder. Die Forscher des IT Department of Moscow Government (DIT) veröffentlichten einen offenen Algorithmus, der aus bestehenden radiologischen Scans (zum Beispiel CT, MRT, Röntgen) die Wahrscheinlichkeit von Lungenkrebs oder die Entwicklung von bestehenden Knoten hervorsagen kann.

Dazu muss die KI mit Daten gefüttert werden und das kann sie besonders gut: Für die Auswertung der entsprechenden medizinischen Daten aller zwölf Millionen Moskauer bräuchte sie schlappe 30 Sekunden. Das Beste an all diesen Entwicklungen? Den meisten Forschern geht es nicht bloß um schlaue Programme, sondern die Integrierbarkeit in unsere Smartphones, die sich immer mehr zu mobilen medizinischen Experten mausern.

Quelle: thenextweb.com

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