Browser-Alternativen gründlich prüfen

Jeder Zweite nutzt Google Chrome - aber warum eigentlich?

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Der Siegeszug von Googles Browser Chrome scheint unaufhaltbar - das bestätigt erneut eine aktuelle Erhebung. Dabei stehen die Alternativen von Mozilla und Co. dem Browser nüchtern betrachtet in fast nichts nach. Was macht den Browser so unwiderstehlich?

Ein Browser ist schon lange nicht mehr bloßes Mittel zu Zweck, wenn es darum geht, möglichst schnell und komfortabel Webseiten aufzurufen. Browser merken sich für uns unsere Passwörter und Lieblings-Webseiten, halten uns Werbung und Schadprogramme vom Leib und können sogar unsere Privatsphäre schützen - zumindest bis zu einem gewissen Grad, denn die meisten Hersteller der kostenlosen Programme sammeln auch Nutzerdaten für ihre eigenen Zwecke.

Die Unterschiede liegen im Detail

In dieser Hinsicht unterscheiden sich die populären Browser eigentlich nur im Detail. Auch in Sachen Geschwindigkeit und Energie-Effizienz gibt es zweifellos Unterschiede zwischen Chrome, Firefox und Co., ohne den Einsatz einer Stoppuhr fallen diese im täglichen Gebrauch aber kaum noch auf. Anders formuliert: Unterschiede in Handling, Optik und Kompatibilität sind definitiv vorhanden, für den Endverbraucher ohne gesteigertes Interesse oder allgemeine Technik-Affinität aber kaum noch wahrnehmbar.

  • Opera Browser

    Opera

    8,2 / 10

    Browser der ersten Stunde - schnell, leistungsstark und innovativ

  • Tor Browser

    Tor Browser

    6,7 / 10

    Zu jeder Zeit anonym und sicher im Internet unterwegs

  • Google Chrome

    Google Chrome

    9,0 / 10

    Googles Webbrowser zum Surfen im Netz - schnell, sicher und elegant

  • Mozilla Firefox

    Mozilla Firefox

    8,7 / 10

    Einer der besten Browser - umfangreich, leistungsstark und sicher

  • Microsoft Edge

    Microsoft Edge

    8,2 / 10

    Microsoft holt auf - Distanz zu Chrome und Firefox verringert

Vor diesem Hintergrund ist auf den ersten Blick verwunderlich, dass sich einer der Top-Browser schon seit einer ganzen Weile weit von der Konkurrenz absetzt und auch mit der neuesten von Netmarketshare veröffentlichten Erhebung seinen bisher höchsten Marktanteil erreicht hat: Googles Chrome Browser.

Knapp 55 Prozent aller Nutzer weltweit verwenden laut der Statistik Google Chrome. Mit knapp 25 Prozent folgt auf dem zweiten Platz der zumindest unter Kennern höchst ungeliebte Internet Explorer. Erst dann folgt - weit abgeschlagen mit zuletzt mageren 11 Prozent - der an sich sehr potente Mozilla Firefox. Alternative Browser wie Tor, Vivaldi oder Opera, tauchen erst gar nicht namentlich in der Statistik auf.

Die Mehrheit wägt nicht ab

Was sagt uns das alles? Der Wahl des Browsers liegt beim Gros der Desktop-Nutzer keine tiefgreifende Analyse der zur Verfügung stehenden Alternativen zugrunde. Auch wenn ein gewisser Browser den eigenen Surfgewohnheiten womöglich dienlicher wäre, wollen die meisten Nutzer schlicht keine langwierigen Recherchen betreiben - und entscheiden sich entweder für die Software, die sie schon kennen oder für die, die ihnen ihre Freunde empfehlen. Erstgenanntes erklärt den für viele rätselhaft respektablen Marktanteil des Internet Explorers, Zweitgenanntes das schon seit einiger Zeit anhaltende Wachstum des Chrome Browsers.

Für alle anderen lohnt es, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um sich den für die eigenen Bedürfnisse passenden Browser auszuwählen. Je nach Vorliebe - also beispielsweise in Bezug auf Geschwindigkeit, Add-on-Kompatibilität, Sicherheit oder dem Schutz der Privatsphäre - ergeben sich, wenn auch nur im Detail begründet, womöglich Alternativen zur liebgewonnenen Browser-Gewohnheit.

Testberichte zu allen gängigen Browsern inklusive Download-Link gibt es bei uns.

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4 Kommentare
sebastian_hardt
sebastian_hardt

Hey, gut aufgepasst! Die Nutzerverhältnisse sind deutschlandweit tatsächlich etwas anders als weltweit – was an der Kernaussage allerdings nichts ändert. Den entsprechenden Abschnitt habe ich angepasst.

pimmelmeister2000
pimmelmeister2000

Warst du nicht verwundert, dass die Statistik sich nicht verändert hat nachdem man Germany auswählt? Vielleicht liegt es an folgendem:
"The report you requested requires that you are a subscriber to "Geolocation Upgrade"."

sebastian_hardt
sebastian_hardt

Hallo,
besten Dank für dein Feedback! Kurz zu deinen Anmerkungen: Die Zahlen, die ich in dem Artikel wiedergebe, sind korrekt aus der Studie zitiert. Den Länderfilter (Dropdownmenü – Germany) findest du oberhalb der Statistik im angegebenen Link. Dass ich nur Desktop-Browser berücksichtige, ist völlig richtig – etwas anderes behaupte ich auch gar nicht. Im letzten Absatz gehe ich auch noch einmal explizit auf diesen Umstand ein. Ich hoffe, ich habe dir helfen können.

pimmelmeister2000
pimmelmeister2000

"Knapp 55 Prozent aller Nutzer in Deutschland verwenden laut der Statistik Google Chrome" - Falsch. Die Statistik bezieht sich auf das weltweite Nutzerverhalten, nicht auf den deutschen Markt. Des weiteren werden nur Desktops berücksichtigt, Smartphones und Tablets werden gar nicht mit einberechnet.

In Deutschland liegen Firefox und Chrome vorn, beide bei ca. 35 Prozent Marktanteil. Auf den Desktops wohlgemerkt. Wenn man mobile Geräte mit einrechnet, liegt Chrome mit 35 Prozent vorn, dann Firefox mit 25, dann Safari mit 16.

Schlecht recherchierter Artikel.

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