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Musik von der Magnetkarte gefälligst?

Jukebox mit Retro-Charme

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Foto von Julius Zunker

von Julius Zunker -

In Zeiten, in denen alles mit Touchscreens und obligatorischer Voice-Steuerung ausgestattet ist, wünscht sich so mancher in die "gute, alte Zeit" zurück, in der noch alles angefasst werden musste. Allen diesen Retro-Junkies dürfte es jetzt warm ums Herz werden: Chris Pattys Jukebox lässt Musik im wahrsten Sinne des Wortes durchziehbar werden.

Im Hause Patty gibt es vermutlich eine Menge talentierter Handwerker und Künstler - oder einfach eine sehr hohe Toleranz für schlecht gehäkelte Socken. Anders lässt sich die konsumverweigernde Idee, sich gegenseitig zu Weihnachten nur Selbstgemachtes zu schenken, einfach nicht erklären. Für seinen Vater hat sich Chris Patty dann richtig in Zeug gelegt und eine Jukebox aus Holz gebaut. Die Musik kommt bei diesem Retro-Schatz nicht von Schallplatten, sondern von Karten.

Magnetstreifen und Raspberry Pi

Diese haben die Größe von Kreditkarten und sind mit dem Album-Cover, sowie Titel und Künstlernamen versehen. In ihnen versteckt sich eine Karte, die beim Durchziehen im hinter der Holzverkleidung versteckten Raspberry Pi von einer SD-Karte das entsprechende Album abruft. Eigentlich wollte Patty alles auf NFC-Basis ablaufen lassen, hat sich aber dann aus Kostengründen für die schön 80er-mäßigen Magnetstreifen-Karten entschieden. Die Software hierfür hat Patty selber geschrieben.

Marke Eigenbau für den Nachbauer

Dem US-Magazin 'The Verge' verriet Patty, nachdem seine Box ihm eine gewisse Berühmtheit auf Twitter verliehen hatte, dass eigentlich alles an ihr sehr leicht nachzubauen ist. Die Software hat der Bastler inzwischen öffentlich zur Verfügung gestellt.

Quielle: The Verge

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