Tri Tra Tra lala - Beethoven.

KI mit Pfiff: Facebook-Algorithmus macht aus euren Pfiffen Musikstücke

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von Benjamin Krämer -

Facebook kann nicht nur Social Media, sondern ist auch seit einigen Jahren als Vorreiter im Bereich der KI-Forschung bekannt. Zwar steht man noch ein wenig im Schatten des Konkurrenten Google, von dem quasi wöchentlich neue Erfolgsmeldungen zu hören sind, doch der neueste "Streich" ist eine Musik-KI, die jeden Input in Neuinterpretationen umwandelt. Neugierig geworden?

Wer kennt das nicht: Da steht man unter der Dusche und pfeift ein fröhliches Liedchen, oder man sitzt im Auto an der Ampel und summt etwas vor sich hin. Es erinnert ein wenig an diesen einen Soundtrack von letztens, aber doch eben nicht ganz. Die eigene Neuinterpretation ist im eigenen Kopf natürlich weitaus epischer und melodischer - schade nur, dass wenn wir Zuhörer hätten, ihnen wahrscheinlich das Trommelfell platzen würde, weil es so grausam klingt. Facebook scheint für verkannte Musikgenies wie unsereins nun eine Lösung gefunden zu haben.

Die hat natürlich mit KIs zu tun, also einem Algorithmus, wie so ziemlich jede coole Neuerung der letzten Zeit. Kurz gesagt macht das Programm aus dem Hause Facebook nämlich folgendes: Sie bekommt einen Input, also beispielsweise ein gepfiffenes Liedchen wie unter der Dusche, oder das schmissige gesummte Stück aus dem Auto, und macht daraus auf Knopfdruck eine Beethoven-, Bach-, Rock-, Pop-, oder gar Cembalo-Interpretation.

Musik à la Facebook-KI: Muss das sein? Nein. Ist es toll? Ja!

Das klingt wie eine verhältnismäßig unnötige Spielerei, aber die KI macht wirklich Spaß und das ist doch bereits Grund genug, oder? Diese KI übersetzt eure musikalischen Ergüsse nicht bloß in ein Notenkonzert, sondern interpretiert es entsprechend der von ihr herausgehörten Töne und Melodien um, sodass es dem Input treu bleibt, aber etwas Größeres (und Besseres?) daraus macht. Die Ergebnisse, die ihr unten im Video hören könnt, sind wirklich gut und können sich hören lassen.

Am meisten Spaß dürften daran aber echte experimentelle Musiker haben, die verschiedene Interpretationen ihrer kreativen Arbeit ausprobieren möchten. Die Möglichkeiten verschiedener Remixes ein und derselben Grundmelodie sind nun immerhin schier grenzenlos - es ist nicht einmal erforderlich, sich eine entsprechende Software beizubringen. Oder musikalisch zu sein, wie unter der Dusche ...

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