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Microsofts VR-Vorstoß: Geringere Kosten, einfachere Installation

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von Michael Springer -

Der US-Konzern Microsoft möchte Virtual Reality zugänglicher und attraktiver machen. Ab dem Frühjahr 2017 wird das Unternehmen daher vergleichsweise günstige, leicht zu konfigurierende VR-Brillen anbieten, um mehr Kunden in den noch jungen Markt zu locken.

Microsoft hat in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt. Während das 'Creator Update' Windows 10 bald etwa mit beeindruckenden Tools zur unkomplizierten 3D-Gestaltung bereichern wird, präsentiert sich das neue 'Surface Studio' als High-End-Lösung für Designer und Gestalter. Die Pläne zum Vorstoß in die Welt der Virtual Reality standen ein wenig im Schatten dieser Ankündigungen. In einem Interview mit der englischsprachigen Webseite Polygon hat Microsoft nun mehr über seine Intentionen und Ziele verraten.

Günstiger und unkomplizierter als die Konkurrenz

Das US-Unternehmen entwickelt und produziert seine VR-Brillen in Zusammenarbeit mit namhaften Partnern wie HP, Dell, Lenovo, ASUS und Acer – im März 2017 sollen die neuen Geräte erstmals auf den Markt kommen. Mit Preisen ab 299 USD werden Microsofts Headsets dabei deutlich günstiger sein als die meisten Konkurrenzprodukte. Kein Zufall: Der Hardware- und Softwareriese möchte den VR-Markt für Einsteiger attraktiver machen.

Virtual-Reality-Headsets von Microsoft

Microsoft wird die VR-Headsets zusammen mit seinen Partnern HP, Lenovo, Dell, Acer und ASUS auf den Markt bringen.  

Quelle: (Microsoft)  microsoft.com 

Virtual-Reality-Headsets von Microsoft

Microsoft wird die VR-Headsets zusammen mit seinen Partnern HP, Lenovo, Dell, Acer und ASUS auf den Markt bringen.  

Quelle: (Microsoft)  microsoft.com 

"Es macht einen Unterschied, ob du Halo oder Solitär spielen möchtest", sagt Alex Kipman im Interview mit Polygon. Soll heißen, nicht für alle Anforderungen benötigen Kunden ein Gerät der Oberklasse, abgespeckte Modelle können ihren Zweck ebenso erfüllen. Ob oder wie die Leistungsfähigkeit der neuen VR-Headsets letztlich gestaffelt sein könnte, ist aber noch offen. Klar ist allerdings, dass sie geringere Ansprüche an den eigenen Rechner stellen werden als zum Beispiel das Oculus Rift. So dürften auch Anwender ohne High-End-Hardware in den Genuss von Virtual Reality kommen.

Darüber hinaus soll die Konfiguration einfacher von der Hand gehen als bei vergleichbaren Produkten. Alle Sensoren sind in den Headsets selbst verbaut – das sogenannte 'Inside-Out-Tracking' wird auch bei der HoloLens verwendet. Externe Tracking-Kameras wie beim Oculus Rift oder dem HTC Vive werden damit überflüssig. Es muss sich allerdings erst noch zeigen, wie gut Microsofts Geräte in der Praxis abschneiden.

Viele Details sind zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls noch unklar. Welche Auflösungen unterstützen die Brillen, wie hoch sind die Systemanforderungen, was sind die genauen technischen Spezifikationen? Diese und andere Fragen dürfte Microsoft bald beantworten: Anfang Dezember will das Unternehmen die Headsets genauer vorstellen.

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