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Mentalisten aufgepasst

Mit diesem Armband bewegt ihr den Mauszeiger durch bloße Gedankenkontrolle

Geschätzte Lesezeit: ca. 3 Minuten

Foto von Dennie Beneke

von Dennie Beneke (@debeneke)-

Mithilfe eines Armbands zukünftig Befehle an den Computer senden? Ein New Yorker Unternehmen erprobt diese, eher aus Science-Fiction-Filmen bekannte Technologie gerade durchaus erfolgreich. Wohin das führen könnte, beantworten die Verantwortlichen gleich dazu: "Next Level" VR-Gaming oder doch eher virtuelle Tastatur? Die Möglichkeiten sind weit gefasst.

Wer viel vor dem PC oder dem Smartphone hängt, der wird es abends vielleicht merken, dieses unangenehme Ziehen und kribbeln im Handgelenk. Schon wieder zu lange auf Maus, Tastatur und Touchpad eingedroschen und die ersten Anzeichen verdichten sich: Sehnenscheidenentzündung im Anmarsch! Volkskrankheit, und das nicht nur für Computerarbeiter, doch mehr und mehr kreist der Begriff von der gefürchteten "Maushand" auch durch die Büro-Etagen hierzulande.

Da kommt das rund 28 Millionen US-Dollar frische Kapitalpaket für das New Yorker Unternehmen 'Ctrl-Labs' gerade richtig, denn dort wird an einem Armband gefeilt, mit dem sich in bester Science-Fiction-Manier der Mauszeiger mit dem Kopf steuern lassen soll. Ja, mit der Kraft seiner Gedanken – um genau zu sein, mit kleinen elektrischen Impulsen.

Ob das Armband wirklich für geschundene Sehen entwickelt wurde, darf zwar bezweifelt werden. Den ein oder anderen könnte es in Zukunft dennoch freuen. Gedankensteuerung als Eingabemethode, massentauglich und bezahlbar: Das ist die Vision von Ctrl-Labs, weshalb die Firma zahlreiche Unterstützung von Tech-Granden erhält.

It's all in the Mind – mithilfe von Impulsen und Algorithmen

Mann steuert Mech-Arm mit Armband von Ctrl-Labs

In den Tests von Ctrl-Labs probierten die Verantwortlichen eine Reihe potenzieller Einsatzgebiete aus. Hier sieht man, wie der Mann den Robo-Arm mithilfe des Armbands steuert.  

Quelle: (Screenshot)  YoUTube | CTRL-labs 

Mann steuert Mech-Arm mit Armband von Ctrl-Labs

In den Tests von Ctrl-Labs probierten die Verantwortlichen eine Reihe potenzieller Einsatzgebiete aus. Hier sieht man, wie der Mann den Robo-Arm mithilfe des Armbands steuert.  

Quelle: (Screenshot)  YoUTube | CTRL-labs 

Nach einem modischen Accessoire sieht das bislang nicht aus, hat aber im Status eines ersten Prototyps auch nicht den Anspruch. Bislang besteht das Armand aus einer Sammlung von 16 kleinen Leiterplatten hinter einem Plastikgehäuse, die mithilfe von Goldkontakten verlötet wurden und Signale versenden, berichtet Venturebeat. Über ein Kabel sind diese mit einem Raspberry Pi verbunden, das die Informationen drahtlos an einen PC übermittelt. Mithilfe eines maschinellen Lernalgorithmus verarbeitet die Software dann die eingehenden Elektroimpulse, die der Körper über die Nerven übermittelt.

Die Software von Ctrl-Labs soll demnach bereits so gut funktionieren, dass keine tatsächlichen Bewegungen mit den Händen vonnöten sind, um die Maus auf dem Bildschirm zum Ziel zu führen. Getreu dem Motto "It's all in the Mind" steuern Tester die Maus also ausschließlich mit der Kraft ihrer Gedanken und den daraus resultierenden Nervenstößen.

Neue Wege für VR-Gaming oder doch eher virtuelle Tastatur?

Etwas holprig zu Beginn, soll sich die Steuerung nach Kalibrierung allerdings innerhalb weniger Sekunden gefangen haben, sodass der Tester daraufhin gezielte Bewegungen vollführten konnte.

Im Laufe des Jahres möchte Ctrl-Labs dann ersten Prototypen samt Software "in kleinen Mengen" zur Verfügung stellen, wohl um die Erfahrungen von App-Entwicklern mit einzubeziehen. Als Anwendungsgebiete formulieren die Verantwortlichen vor allem die VR- und AR-Entwicklung im Bereich des Gamings, doch auch für Alltagssituationen findet man bei Ctrl-Labs für seine Steuerung Verwendung – beispielsweise für virtuelle Tastaturen, bezogen auf Smartphones oder Wearebles.

Es fühlt sich alles ein Stück weit utopisch an, doch das folgende Video zeigt, was da in naher Zukunft vielleicht auf uns zukommen könnte. Aber seht selbst…

Quelle: venturebeat.com

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