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Nach nur 100 Tagen

Elon Musk gewinnt Twitter-Wette und präsentiert größte Batterie der Welt

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Foto von Benjamin Krämer

von Benjamin Krämer -

Die größte Lithium-Ionen-Batterie der Welt in weniger als 100 Tagen bauen - mit dieser Wette auf Twitter nahm alles seinen Lauf. Hätte Elon Musk sie verloren, hätte er die 50 Millionen Dollar Kosten aus eigener Tasche zahlen müssen. Jetzt hat er sein Versprechen wahr gemacht und den Bau in Südaustralien abgeschlossen.

Elon Musk ist für seinen recht unkomplizierten Umgang mit Twitter bekannt. Er postet Fotos von seinem Campingspot auf dem Dach von Teslas neuer Gigafactory oder verkündet, dass die Abkürzung 'BFR' seiner geplanten SpaceX-Rakete für 'Big Fucking Rocket' stehe. Die Tesla-Modellreihen 'S', '3' und 'X' stehen laut seiner Aussage übrigens für 'SEX'. Anfang des Jahres kam die Ankündigung hinzu, dass er dem von Stromausfällen geplagten Südaustralien in unter 100 Tagen die größte Batterie der Welt bauen könne. Ein Australier hakte bei Twitter nach, wie ernst der Unternehmer es damit meine und dass er alles in die Wege leiten könne. Musk reagierte prompt und versicherte, dass die Batterie kostenlos sei, wenn er nicht im vereinbarten Zeitraum liefern würde. Jetzt steht fest: Australien bezahlt, Musk verdient - weil er Wort gehalten hat.

Ein Konzept für die Zukunft

Schwarzer Text auf weißem Grund bei Twitter

Die Originalwette auf Twitter.  

Quelle: (Screenshot / Mike Cannon-Brookes‏)  Twitter.com 

Schwarzer Text auf weißem Grund bei Twitter

Die Originalwette auf Twitter.  

Quelle: (Screenshot / Mike Cannon-Brookes‏)  Twitter.com 

Die Batterie besteht aus dem größten Lithium-Ionen-Netzwerk der Welt und soll die desolate Energieversorgung Südaustraliens stabilisieren. Durch anfällige Überlandleitungen und heftige jährliche Stürme hat der südlichste Bundesstaat des roten Kontinents immer wieder mit weitreichenden Blackouts zu kämpfen. Erst 2016 waren 30.000 Haushalte lange Zeit ohne Strom geblieben. Teslas Riesenbatterie kann jetzt Energie für genau 30.000 Haushalte speichern, falls es wieder zu einem Ausfall kommt. Interessant ist das Konzept besonders für erneuerbare Energien, da Wind- und Solarenergie vom Wetter abhängig sind. Mit entsprechenden Batteriesystemen will Tesla diese Lücke schließen und Strom aus erneuerbaren Quellen auch dann zur Verfügung stellen, wenn auf dem Energiemarkt Flaute herrscht.

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