Kennt alle Preise, weiß den Weg

Nie wieder Schlange stehen? KI-Einkaufswagen könnten Supermärkte überrollen

Geschätzte Lesezeit: ca. 2 Minuten

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Nie wieder planlos und überfordert durch den Supermarkt irren? Eine angenehme Vorstellung, die in New Yorker Supermärkten bereits Wirklichkeit geworden ist. Ein neuer KI-betriebener High-Tech-Einkaufswagen lotst Kunden dort zielsicher durch die Regal-Labyrinthe, führt Buch über die Einkäufe, gibt Ratschläge zu Rezepten und Rabatten und wickelt sogar die Zahlung ab.

Mit dem Einkaufswagen einkaufen gehen - oder besser: überhaupt einkaufen gehen - überfordert mich immer dezent. Sobald ich den Supermarkt betrete, habe ich vergessen, was ich überhaupt kaufen wollte (für das Aufsetzen eines Einkaufszettels bin ich zu faul), die Orientierung zwischen all den Regalen verliere ich regelmäßig und die besten Sonderangebote finde ich ohnehin nicht.

Für das Überschlagen des Warenwerts meines Einkaufs fehlt mir obendrein die Rechenkompetenz und zum Schlangestehen bin ich viel zu ungeduldig. Alles First World Problems, schon klar, doch es ist nun mal, wie es ist. Für alle, denen es genauso geht, gibt es jetzt eine gute Nachricht: Vielleicht ist das bald alles Vergangenheit.

Caper Smart Cart kennt Preise, Rabatte, Rezepte und den Weg

Denn die Firma 'Cater' hat jetzt einen Einkaufswagen auf die Supermärkte losgelassen, der angeblich die meisten eben beschrieben Wehwehchen von ganz alleine löst. Äußerlich sieht das rollbare Einkaufsutensil im Grunde aus wie ein herkömmlicher Einkaufswagen mit Plastikgehäuse drumherum und Tablet obendrauf. Was es, zumindest laut Hersteller 'Cater', drauf hat, lässt aber aufhorchen:

In Sachen Design ähnelt das Smart Cart durchaus den bekannten Klapperkisten aus dem Discounter. Trotzdem steckt jede Menge High-Tech drin.  

Quelle:  Caper 

In Sachen Design ähnelt das Smart Cart durchaus den bekannten Klapperkisten aus dem Discounter. Trotzdem steckt jede Menge High-Tech drin.  

Quelle:  Caper 

"Unsere schlaue Technologie identifiziert Gegenstände, sobald sie in den Wagen geworfen werden, hilft Kunden die exakte Position des gewünschten Produkts zu finden und erlaubt es ihnen sogar, die Schlange an der Kasse zu überspringen", meint Eduardo Sanchez-Iriarte von Erfinder Caper Inc.

Will sagen: Kunden wissen, was sich schon im Wagen befindet, was noch fehlt (Rezeptvorschläge und Vorschläge zu Sonderangeboten gibt's ebenfalls) und wie viel der ganze Krempel kostet. Außerdem ist eine Karte des Markts abrufbar, damit man sich nicht verfährt. Bezahlt wird dann am eingebauten Kartenterminal.

In zwei Supermärkten in New York sollen die smarten Einkaufsroller bereits auf Tour sein, 150 weitere noch in diesem Jahr folgen. Vorstellbar auch bei uns? Aus meiner Sicht: unbedingt. Meine Irrfahrten durch die heimischen Konsumtempel wären - wenn es denn so gut funktioniert, wie im unten eingefügten Video - damit jedenfalls weitaus weniger aufreibend.

Quelle: Caper

Hier erfährst du mehr über: Künstliche Intelligenz

Sag uns deine Meinung!