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Beunruhigende Forschungsergebnisse

Ratten Handy-Strahlen ausgesetzt - Herztumor

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Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Mobilfunk-Strahlen könnten doch gesundheitsschädlicher sein als bislang angenommen: Im Rahmen einer neuen Studie haben Forscher Ratten hohen Dosen der allgegenwärtigen Strahlung ausgesetzt. Bei vielen traten kurz darauf Tumore in der Nähe des Herzens auf.

Unser Smartphone tragen wir mittlerweile ständig bei uns. Sei es in der Hand-, der Hosen- oder sogar der Brusttasche, die permanent funkenden High-Tech-Wunder lassen die meisten von uns ganz nah an sich heran. Die Forschung zu der Frage, ob die von den Mobilgeräten empfangene und gesendete Strahlung negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat, scheint aber noch immer in den Kinderschuhen zu stecken. Jetzt ist eine neue Studie zu der Thematik erschienen - und liefert beunruhigende Ergebnisse.

Krebs bei männlichen Ratten

Amerikanische Wissenschaftler des 'National Toxicology Program (NTP)' hatten Ratten und Mäuse hohen Dosen von Handy-Strahlung ausgesetzt, wie sie bei uns zum Beispiel in den 3G-Netzen vorkommt. Während bei Mäusen und weiblichen Ratten kaum Auswirkungen festgestellt werden konnten, bemerkten die Forscher bei männlichen Ratten einen ungewöhnlichen Anstieg von sonst eher seltenen Tumorerkrankungen in der Nähe des Herzens. Bei beiden Geschlechtern habe zudem eine Schädigung des Herzgewebes beobachtet werden können.

Herztumore ähneln denen von menschlichen Smartphone-Nutzern.

Zwar sei die Strahlendosis in dem Versuch weit höher als die bisher geltenden Grenzwerte für Mobilfunk-Geräte gewesen. Einen Zusammenhang vermuten die Autoren der Studie dennoch: "Wir stellen jedoch fest, dass die Tumore, die in dem Experiment auftraten, denjenigen ähneln, die häufiger bei regelmäßigen Smartphone-Nutzern auftreten", macht der beteiligte Forscher John Bucher deutlich.

Zwei Jahre hatten die Forscher die Experimente an den Nagern durchgeführt, jedes Tier war einer täglichen Strahlendosis von neun Stunden ausgesetzt. 4G- beziehnungsweise LTE-Funk haben die Forscher nicht untersucht. Die auch bei uns immer weiter verbreitete Technologie nutzt andere Frequenzen als der 3G-Standard - was durchaus eine gute aber eben auch eine schlechte Nachricht sein könnte.

Quelle: National Institute of Environmental Health Sciences

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