300 Patienten helfen bei Arthritis-Forschung

ResearchKit: Großes Pharma-Unternehmen startet Studie mit dem Apple-SDK

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

ResearchKit wird derzeit von einem der weltweit größten Pharma-Unternehmen für eine Arthritis-Studie genutzt. Damit wird Apples Gesundheits-SDK erstmals auf die freie Wirtschaft losgelassen. Neben einigen Vorteilen bestehen allerdings auch begründete Zweifel an der Stichhaltigkeit der Studie.

Patienten nehmen aktiv an Forschung teil

Mit GlaxoSmithKline nutzt das weltweit sechstgrößte Pharma-Unternehmen jetzt die iPhone- und Apple-Watch-SDK ResearchKit. Zwar wird die Forschungsplattform schon in einigen Hochschulen zu Forschungszwecken verwendet, mit der großangelegten Studie des Medikamentenherstellers betritt ResearchKit aber jetzt erstmals neues Terrain in der freien Wirtschaft.

Für eine Arthritis-Studie will das Unternehmen die Software-Schnittstelle nutzen, um Patientendaten von 300 Teilnehmern über einen Zeitraum von drei Monaten zu sammeln. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, müssen die Patienten dafür eine App auf ihr Apple-Gerät laden und diese regelmäßig mit Daten füttern.

Einsparungen in Millionenhöhe

Die Anwendung bietet dabei für die Forscher einige Vorteile. Sind die Freiwilligen erst einmal mit an Bord, könnten Unternehmen immense Forschungskosten sparen. Bloomberg spricht im Falle von GlaxoSmithKline von Ersparnissen in Millionenhöhe.

Allerdings bleibt zweifelhaft, ob eine derart durchgeführte Studie repräsentativ ist - denn weder sind 300 Teilnehmer eine sonderlich große Grundgesamtheit, noch werden Arthritis-Patienten berücksichtigt, die kein Apple-Produkt besitzen. Auch ob GlaxoSmithKline auf der Grundlage der Forschungen ein neues Medikament entwickeln, ist daher fraglich.

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