War der Versuchsaufbau fair?

Revanche: Opera kontert und schlägt Edge im Akku-Experiment

Foto von Sebastian Hardt

von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

Mit einem eigens produzierten Video läutet Opera Software Runde 2 im Browser-Wettkampf um die längste Akku-Lebensdauer ein. Natürlich geht abermals das eigene Produkt als Sieger aus dem Experiment hervor. Schade nur, dass die norwegische Softwarefirma beim Versuchsaufbau nicht ganz sauber gearbeitet hat.

"Better luck next time, Microsoft!"

Opera Software

Opera Software filmt eigenes Browser-Experiment

Opera will die Niederlage nicht auf sich sitzen lassen: Im Anfang der Woche von Microsoft veröffentlichten Vergleichsvideo verloren drei Browser, darunter auch Opera, in einem Akku-Lebensdauer-Test gegen Microsofts neuen Browser Edge. Nun feuern die Norweger von Opera Software zurück und stellen ihrerseits ein Video in einem Blog Post vor: Opera gegen Edge und Google Chrome im Akku-Battle. Klarer Sieger: Opera.

Verständlich ist es ja, dass man sich bei Opera Software in der Berufsehre gekränkt fühlt - zumal das norwegische Unternehmen in die neueste Browser-Version eine durchaus effiziente Energiespar-Funktion integriert hatte. Allerdings stellt sich unweigerlich die Frage, warum in Opera Softwares Vergleichsvideo nicht ein ähnlicher Versuchsaufbau wie in Microsofts Variante hergestellt wurde.

Chrome, Edge und Opera im Akku-Battle

Erster auf dem Siegertreppchen: Opera gewinnt im firmeneigenen Vergleichsvideo.  

Quelle: (Opera Software)  Opera Software 

Chrome, Edge und Opera im Akku-Battle

Erster auf dem Siegertreppchen: Opera gewinnt im firmeneigenen Vergleichsvideo.  

Quelle: (Opera Software)  Opera Software 

Schade: Kein einheitlicher Versuchsaufbau

Denn während in Microsofts Versuch - nach eigenen Angaben - lediglich ein Video auf vier identischen Surface Books solange gestreamt wurde, bis die Akkus aufgaben, ging man bei Opera Software gänzlich anders vor. Im Experiment der Norweger wurde auf einem Lenovo Yoga 500 das Surfverhalten eines fiktiven Nutzers in einem 1-minütigen Loop simuliert und bis zum Akku-Aus wiederholt.

Im Ergebnis hielt Opera bei diesem Aufbau fast vier Stunden durch. Edge gab bei 3:12 Stunden auf und Chrome ging bereits nach 2:54 die Puste aus. Besonders brisant: Opera schickte den eigenen Browser ausdrücklich nicht mit den Werkseinstellungen ins Rennen, sondern aktivierte sowohl Energiesparfunktion als auch integrierten Ad-Blocker. Schade, dass hier nicht konsequenter vorgegangen wurde. Nicht wenige hätten dem Underdog-Browser sicherlich einen Sieg gegen Edge gegönnt. So bleibt leider ein fader Beigeschmack hängen.

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