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Schau mir in die Augen, Google: KI erkennt Herzrisiko per Augenscan

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von Benjamin Krämer -

Es klingt zu einfach um wahr zu sein: 'Verily', eine Tochter von Googles Mutterkonzern Alphabet hat es geschafft, einer KI mittels Machine Learning beizubringen, anhand von Irisscans das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung bei Patienten zu ermitteln. Die Genauigkeit der Prognose deckt sich statistisch mit der eines Bluttests.

Eine Google-KI schaut mir in die Augen und teilt mir dann mein aktuelles Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung mit - das klingt nach Zukunftsmedizin, ist jetzt aber der Alphabet-Tochter Verily gelungen. Für mich sind das sehr gute Nachrichten, muss ich mich doch als Nadel-Angsthase outen. Typisch Mann eben. Für mich waren die komplett nicht-invasiven medizinischen Gerätschaften aus der TV-Serie Star Trek immer der wirklich utopische Teil des Geschehens. Wie toll wäre es doch, wenn ich nicht mehr beim Arzt sitzen und mit feuchten Händen die näher kommende Nadel beäugen müsste. Diesem Traum bin ich jetzt einen Schritt näher gekommen, denn normalerweise wird das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen via Bluttest bestimmt. Die Verily-KI macht es jetzt genauso präzise.

KI scannt Netzhautgefäße

Die KI hat diese erstaunliche Leistung mit Hilfe der Scans unzähliger Netzhautaufnahmen mittels Machine Learning vollbracht und zieht als Faktoren für die Beurteilung von Patienten die Beschaffenheit der Gefäße in der Netzhaut heran, bestimmt anhand der Bilder das Alter und den Blutdruck - ganz zu schweigen vom Geschlecht. Zwar handelt es sich hierbei nur um einen ersten wissenschaftlichen Erfolg, doch mit dem neuen Algorithmus stehen nicht nur Angsthasen wie mir rosigere Zeiten bevor, sondern es wird auch eine deutlich schnellere Methode geliefert. Abgesehen davon müssen nicht erst Blutproben in ein externes Labor geschickt und ein erneuter Gang zum Arzt geplant werden. Außer, das neue Verfahren gibt es dann nur für Privatpatienten ...

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