CeBIT 2016

So wird das Smartphone zum Holodeck

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Großer Andrang herrscht auf der diesjährigen CeBIT am Stand des Fraunhofer Instituts – vor allem beim JUWL Holomaten. Die räumlichen Aufnahmen, die in dieser Fotobox entstehen, werden im Handumdrehen zu einem Hologramm über dem Smartphone. Wir konnten nicht widerstehen und haben das Ganze direkt selbst getestet.

Es ist klein, pyramidenartig geformt und erinnert ein wenig an ein Gadget aus einem Science-Fiction-Film. Das interaktive Hologramm-Tool mit dem klangvollen Namen "JUWL" soll unser Bildschirmerlebnis aus der Zweidimensionalität befreien: Das kleine Objekt, das die Berliner Designerin Jaqueline Hen im Rahmen eines Projekts des Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation entworfen hat, soll zukünftig interaktive, holografische Illusionen ermöglichen.

Fraunhofer Messestand auf der CeBIT 2016

Designerin Jaqueline Hen kann sich über ein großes Interesse der Medien freuen  

Quelle: (Hannover, CeBIT 2016) Netz.de 

Fraunhofer Messestand auf der CeBIT 2016

Designerin Jaqueline Hen kann sich über ein großes Interesse der Medien freuen  

Quelle: (Hannover, CeBIT 2016) Netz.de 

Nahaufnahme des JUWL Hologramm Device

Objekte als 3D-Hologramm im (zukünftig) interaktiven JUWL  

Quelle: (Hannover, CeBIT 2016) Netz.de 

Nahaufnahme des JUWL Hologramm Device

Objekte als 3D-Hologramm im (zukünftig) interaktiven JUWL  

Quelle: (Hannover, CeBIT 2016) Netz.de 

JUWL wird ganz einfach auf dem Smartphone oder Tablet platziert und mithilfe einer entsprechenden App – bisher existiert eine Browser-Applikation zum Ausprobieren – lassen sich Gegenstände in der 360°- Ansicht visualisieren. Dies könnte beispielsweise beim Online-Shopping eine nützliche Entscheidungshilfe darstellen. Durch die Drehung von JUWL soll es unter anderem möglich werden, die Farbgebung von Objekten zu ändern.

Zur Präsentation auf der CeBIT 2016 hat das Fraunhofer Institut eine nicht ganz klassische Fotobox aufgestellt, den sogenannten "Holomaten". Neben dem Bediendisplay befinden sich in der Box verschiedene Kameras, die von allen vier Seiten Fotos schießen. Die bearbeiteten Bilder sind im Anschluss über einen Link, den man per E-Mail erhält, in der Web-App zu finden. Jetzt ist ein klein wenig Bastelarbeit angesagt: Das DIY-Kit aus Pappe, das wir von Jaqueline bekommen habe, muss noch fix zusammengesteckt werden, um unser Foto als Hologramm betrachten zu können. Wie das geklappt hat, zeigen wir euch in dem folgenden Video:

Durch die Reflektionen der verschiedenen Pyramidenseiten entsteht die holografische Illusion – dass dies auch klappt und gut aussieht, konnten wir durch den kleinen Folien-Prototypen bereits feststellen. Drei JUWL-Varianten gibt es bisher: Als interaktive "Steady"-Version für Messen und Shows, als "PopUp" – ebenfalls interaktiv, aber faltbar - und als nicht-interaktives DIY-Kit für diverse Promo-Zwecke.

Wer selbst Bilder und Videos als Hologramm auf dem Smartphone betrachten möchte, findet dazu auf YouTube zahlreiche Anleitungen.

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