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Socratic: Künstliche Intelligenz löst Hausaufgaben

Foto von Sandra Spönemann

von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Was wäre, wenn man statt unzähliger Bücher und Notizen einfach das Smartphone zückt und die Hausaufgabe fotografiert, um eine Lösung zu erhalten? Eine App versucht sich darin, genau dies zu ermöglichen.

"Scan homework, get answers and explanations"

Die Idee ist nicht unbedingt neu, aber den Entwicklern von "Socratic" will es gelungen sein, eine künstliche Intelligenz für die Lösung von eingescannten Fragen zu instrumentalisieren. User müssen lediglich die kostenlose Anwendung aus dem App Store downloaden und mithilfe der App ein Foto der gestellten Aufgabe machen.

Laut eigener Aussage nutzt Socratic Datenmaterialien in Millionenhöhe, um die App auf die Erkennung von Fragestellungen zu trainieren. "Wir stellen jargonfreien, einfachen Content zur Verfügung, der dafür entworfen wurde, Schülern in kurzer Zeit genau das zu liefern, was sie brauchen."

Socratic.org Dashboard Screenshot

So sieht die Desktop-Version aus: Ein Feed aus aktuellen Fragen und Infos zum eigenen Profil. Durch das Sammeln von Karma-Punkten werden kleine Gimmicks freigeschaltet.  

Quelle: (Eigener Screenshot)  Socratic.org 

Socratic.org Dashboard Screenshot

So sieht die Desktop-Version aus: Ein Feed aus aktuellen Fragen und Infos zum eigenen Profil. Durch das Sammeln von Karma-Punkten werden kleine Gimmicks freigeschaltet.  

Quelle: (Eigener Screenshot)  Socratic.org 

Antworten werden auf verschiedene Arten ausgegeben: Es ist möglich Begriffsdefinitionen, schriftliche Erklärungen oder Videos zum Thema anzeigen zu lassen. Darüber hinaus existiert ein "Q&A", also ein Frage- und Antwortbereich, der vom Community-Gedanken lebt.

Lernen und lehren im Socratic-Universum

Wer sich auf socratic.org registriert, kann neben der iOS-App auch die Desktop-Version der Hausaufgaben-Hilfe nutzen. Dabei geht es nicht nur darum, selbst Lösungen zu erhalten, man kann auch anderen Schülern und Studenten mit einer Antwort weiterhelfen.

Wer andere beim Lernprozess unterstützt, erhält sogenannte "Karma"-Punkte, die in unterschiedlicher Höhe für das Verfassen einer Lösung, der Verbesserung einer bereits veröffentlichten Antwort oder für das Bedanken eines Fragestellers vergeben werden.

Schade ist, dass Socratic zurzeit ausschließlich in englischer Sprache läuft, was hierzulande die meisten von der Nutzung ausschließen dürfte. Im App Store hat die Anwendung bisher viele positive Bewertungen bekommen und scheint gut zu funktionieren. Beim Durchscrollen der Fragen in der Desktop-Version fiel allerdings auf, dass manche Fragen auch schlicht gegoogelt werden könnten, zum Beispiel die Frage nach dem Wortlaut des ersten Absatzes der amerikanischen Verfassung.

Es bleibt abzuwarten, ob sich eine deutschsprachige Socratic-Version oder ein entsprechender Ableger in die App-Stores verirrt, um auch für die hiesigen Schüler eine wirkliche Unterstützung zu bieten. Das Prinzip dahinter wird den einen oder anderen dennoch von "Hausaufgaben 2.0" träumen lassen.

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