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Spotify will, dass ihr mehr Podcasts hört: So könnte es klappen

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von Dennie Beneke (@debeneke)-

Im Verlauf des Tages kündigte Spotify gestern zukünftige Investitionen in Millionenhöhe für seine Podcast-Sektion an. Podcasts bei Streaming-Anbietern? Soweit nichts Neues. Doch was kommt nach der Ankündigung? Wie gelingt es Spotify, zur ersten Anlaufstation für die Podcast-Gemeinde und zur ersten Wahl für Creators zu werden?

Für runde 10 € im Monat schickt euch der Streaming-Platzhirsch Spotify auf eine musikalische Reise durch Millionen von Alben, Künstlern und Titeln. Frei von lästigen Werbeunterbrechungen und frei von Funktionseinschränkungen - ganz, wie es die Werbung verspricht. Doch der Streaming-Markt ist von Größen wie Apple Music, Amazon Music oder Deezer heiß umkämpft, um nur einige bekannte Vertreter zu nennen.

Was also tun, wenn sich viele Bienen um einen Topf Honig streiten? Zum einen dafür sorgen, dass immer genug Honig vorhanden ist - in diesem Fall viele Musiker und Labels davon überzeugen, ihre Produkte auf der Plattform bereitzustellen. Zum anderen das Angebot erweitern, um durch große Produktvielfalt die Attraktivität für Konsumenten zu steigern.

Zu allererst um am offensichtlichsten muss Spotify seine App neu anordnen, insbesondere auf mobilen Plattformen. [...] Spotify muss besser darin werden, Musik und Podcasts zu trennen, um letzteres leichter zu finden.

Ashley Carman

Deshalb setzt Spotify nicht nur auf Musik, sondern hat neben einer stetig wachsenden Anzahl an frei zugänglichen Hörbüchern auch einige der bekanntesten deutschen Podcasts in seinem Repertoire. Gerade von Podcasts versprechen sich die Verantwortlichen in der Zukunft viel. Nicht umsonst plant der Streaming-Dienst Investitionen von bis zu 500 Millionen US-Dollar in den Ausbau seiner Podcast-Sparte.

Doch was kommt nach der Ankündigung? Was muss sich bei Spotify überhaupt ändern, damit der Streaming-Dienst zur ersten Anlaufstation für die Podcast-Fangemeinde wird? Viel mehr noch, damit Spotify zur ersten Wahl für Podcast-Produzenten avanciert?

'The Verge'-Autor Ashlexy Carman hat sich dieser Thematik angenommen und in mehreren Punkten dargelegt, was seiner Meinung nach passieren muss und wie dies Vorhaben gelingen kann.

Podcasts benötigen eigene Sektion und mehr Aufmerksamkeit

Für Carman ist zunächst entscheidend, dass Spotify eine "klare Trennung von Podcasts und Musik" vornimmt. Die App macht es anderen Formaten nicht gerade leicht: Hörbücher und Podcasts wirken in der für Musikformate optimierten Oberfläche teils deplatziert und finden keinen rechten Platz auf der App-Oberfläche.

Darüber hinaus merkt Carman das Fehlen von Charts, Reviews und einem Bewertungssystem an, dass es Interessierten erleichtern soll, sich im zukünftigen Podcast-Dschungel zurechtzufinden. Während Spotify seiner Musik-Sektion mit Trendings und kuratierten Listen Aufmerksamkeit zollt, fehlen diese Features bei anderen Formaten bislang.

Geht es ums Geldverdienen, sieht Carman die im Vorfeld angekündigte Sponsering-Funktion für Creators als unabdingbar an, um unabhängigen Schöpfern das Erstellen ihres Contents zu erleichtern. Außerdem spricht Carman noch personalisierbare Playlists, private Feeds oder eine mögliche Interaktionsebene mit den Podcast-Erstellern an, die er detailliert im 'The Verge'-Artikel ausführt.

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