digitale Themen, leicht verständlich.

Trump ist Schuld

Sprechen KIs bald Chinesisch? Ex-Google-Boss warnt vor chinesischer Dominanz

Geschätzte Lesezeit: ca. 2 Minuten

Foto von Benjamin Krämer

von Benjamin Krämer -

Es gibt ein weltweites Wettrennen um die Herrschaft über das Feld der künstlichen Intelligenz. Man geht davon aus, dass jenes Land, jene Firma, jene Armee, die über die besten KIs verfügt, unantastbar werden wird. Kein Wunder also, dass in dem Rennen um weltweite Dominanz ein extremer Konkurrenzkampf entbrannt ist. Diesen wird laut Eric Schmidt bald China gewinnen und die USA verlieren.

Was haben künstliche Intelligenz und Donald Trump gemeinsam? Richtig, über beide wird in letzter Zeit ständig berichtet. Während die eine Sache immer fortschrittlicher denkt, sehnt sich die andere nach einer vermeintlich glorreichen Vergangenheit. Aber die beiden Themen haben noch mehr gemeinsam: Das eine behindert mittlerweile nämlich maßgeblich das andere. Davor warnte jetzt Eric Schmidt, Chairman von Alphabet und ehemaliger Google-CEO. Laut seiner Aussage wird China bis 2025 globaler Spitzenreiter in der KI-Forschung sein. Als Grund dafür nannte er nicht bloß die beachtenswerten Fortschritte im Machine Learning, die uns regelmäßig aus dem Reich der Mitte erreichen, sondern vor allem Donald Trump. Durch seine protektionistische und fremdenfeindliche Politik würden dringend benötigte Talente, beispielsweise aus dem Iran, ausgeschlossen und an die Konkurrenz abgegeben.

KI-Spitzenreiter: China Number One!

Unter dem Applaus der Rechten schießt Trump die USA ins KI-Abseits - China freut's!

Besonders der Iran, von der US-Regierung als Terrorstaat gebrandmarkt, bringt überdurchschnittlich viele Toptalente in sämtlicher Computertechnologie hervor. Das liegt am hervorragenden Bildungsniveau in dem muslimischen Land. Obwohl es sich bei Iran um ein schiitisches Land handelt, das selbst Opfer radikalislamischer Gruppierungen wurde, werden die Perser von Trump politisch isoliert und sogar am Einreisen gehindert. Die Folge ist, dass Uni-Abgänger lieber nach China gehen, wo sie mit offenen Armen empfangen werden. Zudem hat die chinesische Parteiführung ein großzügiges KI-Paket geschnürt, dass die Forschung mit Milliarden bezuschusst. Trump hingegen hat erst kürzlich die Staatsausgaben für freie Forschung um 4,3 Milliarden Dollar zusammengestutzt.

KIs sind das Öl der Zukunft

Während in den letzten Jahrzehnten Konflikte um die globale Vorherrschaft hauptsächlich um den Besitz von Öl ausgetragen wurden, wird in Zukunft künstliche Intelligenz zum geopolitischen Protagonisten werden. Das liegt daran, dass KIs das Potenzial haben, sämtliche Lebensbereiche zu dominieren, indem sie alle Prozesse verbessern und effizienter machen. Das gilt sowohl für Wirtschaft als auch Militär. Beispielsweise konnten Google-KIs schon jetzt den Stromverbrauch der eigenen Kühlsysteme halbieren - die daraus resultierenden massiven Ausgabeneinsparungen verschaffen dem Konzern einen deutliche Wettbewerbsvorteil. Und das ist nur ein einzelner Tropfen auf den heißen Stein. Ähnliche und deutlich größere Verbesserungen können für so ziemlich jeden Bereich erwartet werden. Zumindest in China.

Hier erfährst du mehr über: Google und Künstliche Intelligenz

Sag uns deine Meinung!