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Selbst Offliner sind aufgeschlossen

Technikmuffel? Von wegen! Bundesbürger befürworten digitale Technologien

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Gerade die Entwicklungen und Innovationen in der Digitalbranche sehen sich häufiger mit Kritik konfrontiert - so wirkt es jedenfalls. "Braucht man das?", "Früher ging es auch ohne xy" - das sind altbekannte Reaktionen. Eine repräsentative Umfrage von Bitkom hat nun allerdings ergeben, dass die Mehrheit der Deutschen sich sehr wohl für neue Technologien begeistert.

1.010 Bundesbürger ab 14 Jahren wurden von Bitkom Research zu ihrer Haltung gegenüber digitalen Technologie befragt: "Stehen Sie persönlich digitalen Technologien grundsätzlich eher positiv oder eher negativ gegenüber?" Das Resultat überrascht: Zu Unrecht wird den Deutschen eine etwas konventionelle Haltung gegenüber Neuem nachgesagt. 8 von 10 der Befragten (79 Prozent) gaben an, dass sie digitalen Technologien grundsätzlich positiv gegenüberstehen. 18 Prozent sagen, dass sie gegenüber diesen Technologien eine eher negative Haltung haben.

Die allermeisten Deutschen sind keine Technikmuffel. Es gibt eine große Offenheit in der Bevölkerung gegenüber digitalen Technologien. Das fängt beim Smartphone an und hört bei der Künstlichen Intelligenz, die Stimmungen erkennt und (...) nicht auf.

Achim Berg, Bitkom-Präsident

Wie kommt es dann, dass viele Stimmen laut werden, die sich mit kritischer Distanz zur digitalen Welt äußern? Laut Bitkom hänge dies nicht mit einem Mangel an Begeisterungsfähigkeit für neue Entwicklungen zusammen. Stattdessen erleben viele Menschen das Gefühl, digitalen Trends nicht mehr folgen zu können.

Demnach sei Kritik teilweise ein Zeichen für Überforderung und die Befürchtung, am digitalen Leben nicht teilhaben zu können. "Unsere Aufgabe ist es, solche Ängste aufzunehmen und die digitale Teilhabe aller zu gewährleisten, nur so können wir das Ziel 'digital first' für Wirtschaft und Gesellschaft erreichen", so Achim Berg, Bitkom-Präsident.

Zwischen Männern und Frauen zeigen sich übrigens nur geringfügige Unterschiede: Während 81 Prozent der Männer angeben, digitalen Technologien positiv gegenüber zu stehen, sind es bei den Frauen 78 Prozent. Internet-User sind mit 82 Prozent dagegen deutlich positiver eingestellt als reine Offliner (69 Prozent). Unterschiede im Hinblick auf Altersgruppen werden erst ab 65 Jahren deutlich: Während 84 Prozent der 14- bis 29-Jährigen digitale Technologien positiv bewerten und dies auch bei den 30- bis 49-Jährigen (83 Prozent) sowie bei den 50- bis 64-Jährigen (80 Prozent) überwiegend der Fall ist, zeigen sich erst Bundesbürger im Rentenalter skeptischer. Dennoch begrüßen auch in dieser Altersgruppe immerhin noch 71 Prozent der Befragten digitale Technologien.

Berg: "So positiv die Ergebnisse unserer Umfrage auch sind: Wir dürfen uns mit diesen Zahlen nicht zufriedengeben. Der Zugang zur digitalen Welt ist für alle offen. Wer ihn nicht findet, muss an die Hand genommen werden."

(@die_spoent_wohl)
Digitale Allgemeinbildung

Das Wissen um die Möglichkeiten der Online-Welt ist unumgänglich. Selbst wer praktisch arbeitet, zum Beispiel im Handwerk, muss sich darauf einstellen, dass die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen nicht erst seit gestern online stattfindet.

Neben geschäftlichen/beruflichen Aspekten ist das Internet auch eine frei zugängliche und kostenlose Bildungsquelle, die auf dem neuesten Stand gehalten und deren Potenzial noch nicht ausgeschöpft wird.

Ich freue mich jedenfalls wahnsinnig über die zukünftigen Rentner, die sich im Netz informieren, Apps ausprobieren, mal ein bisschen daddeln oder denen ich mal eben ein lustiges GIF schicken kann - beziehungsweise die mir eins schicken :).

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