Tribeca Film Festival

The Day The World Changed: Was bei VR mittlerweile möglich ist

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von Benjamin Krämer -

Der prognostizierte Siegeszug von Virtual- und Augmented-Reality hat in der Unterhaltungsindustrie nie stattgefunden. Auf dem 'Tribeca Film Festival' wurden jetzt allerdings einige neue Projekte gezeigt, die Lust auf mehr machen und zeigen, wo die Technologie mittlerweile steht. Sie hat sich still und heimlich weiterentwickelt und besonders ein vorgestelltes Projekt weiß zu begeistern.

Noch bevor die VR-Technologie so richtig aus den Startlöchern kam, war sie auch schon totgesagt. Klar, wir sehen ab und zu Werbeaktionen in Einkaufszentren, im Rahmen derer Passanten für fünf Euro eine Brille aufsetzen und virtuell Achterbahn fahren können, aber der ganz große Hype ist ausgeblieben. Wir sitzen noch immer vor der heimischen Konsole oder dem PC um zu zocken, wir schauen noch immer normale 2D-Filme. Nicht einmal 3D konnte sich durchsetzen.

AR-Brillen hingegen erfreuen sich größerer Beliebtheit, allerdings auch eher im beruflichen Kontext und nicht in der Unterhaltungsbranche. Was also braucht es, um endlich für die virtuelle Revolution zu sorgen? Vielleicht das jährliche Tribeca Film Festival in New York, bei dem dieses Jahr einige spannende neue Projekte gezeigt wurden - beispielsweise das apokalyptische 'The Day The World Changed'. Das liegt irgendwo zwischen Film und Spiel und ist gleichzeitig noch lehrreich.

The Day The World Changed: Atomkatastrophe zum miterleben

The Day The World Changed hat eine ziemlich düstere Prämisse. In der VR-Umgebung können Zuschauer sich in eine fiktive post-apokalyptische Welt begeben und zwar eine, die es bereits gab! Es geht zurück ins Japan des Jahres 1945, kurz nachdem die Amerikaner mit der Enola Gay zwei Atombomben über Hieroshima und Nagasaki abgeworfen hatten. Die Umgebung, in die mehrere Personen gleichzeitig mit HTC Vives eintauchen können, ist frei erkundbar und zeigt mittels modernster Fotogrammetrie die alptraumhaften Ausmaße der Zerstörungen.

Objekte wie stillstehende Uhren und Wandschatten von aufgelösten Opfern können berührt werden und offenbaren dann mittels Zeitzeugen ihre Bedeutung. Über einen Globus lassen sich daraufhin auch andere Orte auf der Welt anwählen und erkunden, beispielsweise Testgelände der ersten Atomwaffen. The Day The World Changed ist aufgrund seiner atmosphärischen Dichte nichts für schwache Nerven und soll nicht frei verkäuflich sein, sondern weiterhin auf Festivals und Kunst-Shows gezeigt werden.

Einen Eindruck von The Day The World Changed gibt es im Trailer:

Quelle: The Verge

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