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Twitter gibt zu: Nutzerzahlen wurden jahrelang nach oben gelogen

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Foto von Benjamin Krämer

von Benjamin Krämer -

Hartnäckig hält sich seit langer Zeit das Gerücht, dass Twitter seine Nutzerzahlen schönt, um Investoren zu beeindrucken. Am Donnerstag beichtete das Tech30-Unternehmen diesen Vorgang jetzt. Die Begründung: angeblich habe man "aus Versehen" ein Nutzersegment aus Drittanbieter-Applikationen mit hinzugerechnet.

Wall Street Investoren sollten sich die Finger lecken nach dem Internet-Konzern. Doch die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern: Twitter prahlt mit Nutzerzahlen, die es gar nicht halten kann. Es wurde also jahrelang ein Börsen-Balzlied gesungen, das Geldgeber anlocken sollte. Nach anhaltendem Druck aus Insider-Kreisen und Medien kam jetzt allerdings die Beichte, dass die Zahlen nachträglich um zwei Millionen User pro Quartal gesenkt werden müssen. An ein "versehentliches Hinzuzählen" von Drittanbieter-Nutzern darf also gezweifelt werden.

Trotzdem kein Beinbruch – wegen deutlichem Userwachstum

Graph mit blauen Balken und Nutzerzahlen von Twitter über die Jahre

Twitters Nutzerzahlen über die Jahre - oder doch nicht?  

Quelle: (Statista Inc.)  Statista.com 

Graph mit blauen Balken und Nutzerzahlen von Twitter über die Jahre

Twitters Nutzerzahlen über die Jahre - oder doch nicht?  

Quelle: (Statista Inc.)  Statista.com 

Das Twitter bei Investoren trotzdem noch gut wegkommen dürfte, dafür sorgen weiterhin steigende User-Zahlen und eine Ankündigung, auf die Anleger seit langem gewartet haben: Das Unternehmen mit dem blauen Spatz rechnet in den nächsten vier Quartalen zum ersten Mal damit, profitabel zu sein. Der Grund sind jene Wachstumszahlen, die sich auf etwa vier Millionen neue User pro Quartal belaufen und drastische Sparmaßnahmen, wie zum Beispiel das Einstampfen von 'Vine'. Heute hat Twitter circa 330 Millionen Nutzer, die gerne zwitschern. Zumindest, wenn man den veröffentlichten Daten traut.

Quelle: statista.com

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