Darum solltest du Defender nutzen

Windows Defender zieht an vielen Anti-Viren-Programmen vorbei

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von Benjamin Krämer -

Lange Zeit galt der Windows Defender als nerviges Pop-Up, Verschwender von Systemressourcen und unbrauchbare Möchtegern-Firewall. Mittlerweile aber vertrauen immer mehr Nutzer auf die Dienste des in Windows eingeflochtenen Schutzprogramms und haben auch guten Grund dazu: Beim großen Test von av-test.org schnitt er erstmals als Top-Produkt ab und dafür gibt es Gründe.

Mit der Installation von Windows findet auch der Windows Defender unweigerlich seinen Weg auf heimische Festplatten. Das hat Nutzer jahrelang genervt. Zum einen waren da die ständig aufploppenden Fenster, ob ein Programm wirklich installiert werden dürfe, ob man Verbindung A oder B erlaube oder nicht. Und zum anderen natürlich das Problem mit den Viren - die meisten davon erkannte Windows Defender nämlich schlicht und einfach nicht.

Darum mussten Schutzprogramme von Drittanbietern wie Norton, Avira oder Kaspersky her. Kritik wurde laut, dass Microsoft den Schutz seiner Nutzer nicht ernst nehme und seinen Defender nur stiefmütterlich behandle, ohne sich wirklich Mühe zu geben. In ihrer Analyse der diesjährigen Testergebnisse von av-test.org fassen die Redakteure des Online-Magazins 'Techradar' darum treffend zusammen: "Es ist viel besser, als du dachtest. Nein, wirklich ..."

Darum ist der Windows Defender ausreichend

Windows Defender liegt mit einer Erkennungsrate von 99,1 Prozent im Mittelfeld. Das ist kein Argument gegen ihn.

Die Rate, mit der Defender Viren, Schadsoftware und Exploits erkennt, liegt im Bereich der Top-Produkte im Mittelfeld. Allerdings: Die Unterschiede sind im Feld der besten AV-Programme sehr gering. Mittelfeld bedeutete in diesem Fall nicht 50 Prozent gegen 99 Prozent, sondern stolze 99,1 Prozent. Dafür gibt es aber andere klare Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Dazu gehört unter anderem, dass Windows Defender extrem ressourcenschonend ist.

Er verzögert die Boot-Zeit kaum merklich bist gar nicht, verbraucht nicht viel Platz auf der Festplatte, frisst sich nicht in das gesamte Dateisystem und ist generell sehr schlank gehalten. Das dürfte für die meisten Anwender - gerade Gamer, die jede Leistung brauchen - ein wichtiger Grund sein, sich auf Defender zu beschränken. Hinzu kommt, dass die Bedienbarkeit sehr benutzerfreundlich ist und leicht von der Hand geht und es nur wenige Konflikte zwischen Microsofts Schutzprogramm und anderen Programmen gibt (zum Beispiel Spielen). Das Beste zum Schluss: es ist kostenlos!

Quelle: Techradar

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