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Sicherer Surfen in öffentlichen Netzwerken

WPA3 ist unterwegs: Endlich mehr Sicherheit im WLAN

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von Sebastian Hardt (@hardtboiled)-

WPA3, der Nachfolger der Verschlüsselungsmethode für Drahtlosnetzwerke WPA2, wird noch dieses Jahr erscheinen und nach fast 15 Jahren endlich den derzeitigen Standard ablösen. Gerade für regelmäßige Nutzer öffentlicher Netzwerke, zum Beispiel an Flughäfen oder in Einkaufszentren, ist das eine tolle Nachricht, denn diese werden dadurch bedeutend sicherer.

Öffentliches WLAN, zum Beispiel an Flughäfen oder in Cafés, ist ja immer ein zweischneidiges Schwert: Einerseits freut man sich über das eingesparte Datenvolumen und die möglicherweise schnellere Verbindung. Andererseits sind die frei zugänglichen Netzwerke unter anderem wegen der fehlenden Verschlüsselung denkbar unsicher. Hacker haben es zudem viel leichter, auf eure Geräte zuzugreifen, wenn sie sich im selben Netzwerk befinden. Nach knapp 15 Jahren hat die sogenannte 'Wi-Fi Alliance', ein Zusammenschluss von Microsoft, Apple und anderen, jetzt das Sicherheitsprotokoll WPA3 angekündigt, das noch dieses Jahr erscheinen und die Sicherheitslücke endlich schließen soll.

WPA3: Erstmals verschlüsselte Kommunikation in öffentlichem WLAN

Der Nachfolger des 2004 eingeführten WPA2, das heute auf nahezu jedem mit einem Netzwerk verbundenen Gerät läuft, bringt dafür gleich an mehreren Fronten neue Sicherheitsvorkehrungen. Besonders die neue automatische Verschlüsselung scheint ein wichtiger Schritt zu werden: Sobald der neue Standard eingeführt ist, soll sämtliche Kommunikation von Geräten mit Routern oder öffentlichen Zugangspunkten nur noch verschlüsselt versendet werden. Das Abschöpfen von Daten - also welche Webseiten ihr besucht oder wo ihr welche Passwörter eingebt - dürfte Kriminellen dadurch wesentlich schwerer fallen.

Sinnvoll erscheint auch eine recht simple Maßnahme gegen sogenannte 'Wörterbuchangriffe'. Dabei versuchen Eindringlinge anhand zufälliger Wortkombinantionen eure Login-Informationen zu erraten, in dem sie ein zufälliges Wort nach dem anderen aus einer Passwortliste ausprobieren. Da die meisten leider immer noch Passwörter wählen, die aus echten Worten anstatt aus zufälligen Wort-Zahl-Kombinationen bestehen, ist dies bislang eine erfolgversprechende Angriffsmethode. Mit WPA3 soll dies anders werden: Wird ein Passwort zu oft falsch eingegeben, wird der unbekannte Nutzer einfach geblockt.

VPN-Tools im öffentlichen WLAN nutzen

Bis WPA3 in wenigen Monaten erscheint, ist es auf jeden Fall sinnvoll, in öffentlichen Netzwerken eine VPN-Software zu verwenden. Diese verlangsamen in der Regel zwar die Surf-Geschwindigkeit, leiten den Datenverkehr dafür aber verschlüsselt über mehrere Server um. Empfehlenswert sind insbesondere die einfach zu bedienenden VPN-Tools Aloha Browser und Opera VPN, die es mittlerweile sowohl für iOS als auch für Android gibt.

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