Virtuelle Realität

YouTube prophezeit Wachstum durch VR und Musikvideos

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von Sandra Spönemann (@die_spoent_wohl)-

Justin Bieber, lonelygirl15, Y-Titty, die Lochis - all diese Personen haben eins gemeinsam: Sie sind durch YouTube Videos bekannt geworden und haben kostenfrei ein Millionen-Publikum erreicht. Musikvideos, originale Inhalte, die nicht von Werbefirmen konzipiert wurden und VR-Video-Erlebnisse sorgen zukünftig für das größte Wachstum in der Welt digitaler Videos.

Digitale Videos bergen enormes Potenzial für Künstler

"Videos sind wichtiger für Musik als jemals zuvor“, so Robert Kyncl, leitender Geschäftsführer bei YouTube, in seinem Vortrag auf dem jährlichen "CES gadget event“ in Las Vegas. Talentscout und Geschäftsmann Scooter Braun konnte dieses Statement nur bestätigen, denn er entdeckte Justin Bieber, einen seiner berühmtesten Klienten, ursprünglich auf der YouTube-Plattform. Ebenso erkannte Braun das Potenzial des "Gangnam Styles“, verkörpert durch Psy, lange bevor es andere taten.

Nicht nur "draufgucken“, sondern mittendrin sein

Kyncl erwartet weiterhin exponentielles Wachstum im Bereich digitaler Videos, besonders jetzt, wo virtuelle Realitäten für noch intensivere Erlebnisse sorgen. Der YouTube-Kanal "#360 Video“ führt in seiner Playlist aktuell 15 Videos, die sich in einer 360°-Ansicht betrachten lassen – sofern die aktuellste Version des Browsers (Chrome, Firefox, Internet Explorer, Opera) installiert und eine kompatible VR-Brille vorhanden ist.

Unter anderem findet sich in der Liste ein Video von Avicii zu dem Song „Waiting For Love“ oder Landschaftsaufnahmen vom Grand Canyon zu. Wer daran interessiert ist, selbst VR-Videos für YouTube zu produzieren, findet hier ein paar Hinweise zu den Voraussetzungen: support.google.com/youtube

Es gibt auf dem Markt eine ganze Reihe unterschiedlichster VR-Brillen, angefangen mit der "Google Cardboard 3D“, die aus Pappe besteht und für wenige Euro zu haben ist, über die "Carl Zeiss VR One“ bis hin zur "Oculus Rift“ – dem Mercedes unter den VR-Brillen. Qualität hat ihren Preis: Die "Oculus Rift“ kostet aktuell 599 US-Dollar und muss vorbestellt werden.

Welches Modell für welchen Nutzer das Richtige ist, hängt z.B. davon ab, ob das Videomaterial vom PC, Smartphone, Playstation oder Xbox übertragen wird. Die Brillen unterscheiden sich außerdem hinsichtlich der FPS (framerate per second), der Auflösung, dem Sichtfeld und in ihrem Gewicht. So wie sich die technischen Leistungen verschiedener Smartphones nicht mehr grundlegend unterscheiden, ist zu vermuten, dass dies in ein paar Jahren auch bei VR-Brillen der Fall sein könnte. Dann wird die Software entscheiden, welcher Hersteller sich auf dem Markt durchsetzt.

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