Ja, der selbstschnürende Sneaker kommt wirklich

Nike Adapt BB: Bug legt die selbstschnürenden Sneaker lahm [Update]

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von Julius Zunker -

Wie praktisch wären eigentlich Schuhe, die sich schnüren ließen, ohne dass man sich dafür bücken muss? Was für unsportliche Schuhträger wie ein Traum erscheint, ist für Profisportler durchaus praktisch. Nike verspricht uns seit Jahren diese Arbeitserleichterung und nun kommt sie endlich - versprochen!

+++ [Update 22.02.2019] +++

Was kann schon schief gehen, wenn man selbstschnürende Schuhe auf den Markt wirft, die sich über eine App steuern lassen? Richtig! Sie leiden nach einem Firmware-Update unter einem Bug. Kaum zu glauben, dass sowas nun auch mit unseren Schuhen passiert, aber das aktuelle Beispiel der Nike Adapt BB Sneaker beweist: Sag niemals nie.

Linker Schuh offline, rechter Schuh sendet Fehler

Mit dem Aufspielen des neuesten Updates sollten Besitzer lieber noch etwas warten, wenn sie mechanische Probleme an ihren Schuhen vermeiden wollen, berichtet CNET. Während die iOS-Version noch einigermaßen stabil zu laufen scheint, hat sich auf die Android-Version ein Bug geschlichen, der sowohl den linken als auch den rechten Schuh lahmlegt.

Der linke Schuh lässt sich schlichtweg nicht mit dem Smartphone verbinden - der rechte Schuh löst hingegen einen sogenannten "Bricking-Bug" aus, der in der Android-App einen Fehler ausgibt. Das bedeutet, dass sich die Schuhe nicht tragen lassen, solange die App-Entwickler keine Lösung für den Bug präsentieren.

Hoffen wir, dass die Besitzer noch ein Ausweichpaar im Schrank stehen haben, die sich noch ganz altmodisch mit zwei Händen schnüren lassen.

+++ [Update 22.02.2019] +++

Selbstschnürende Nikes sind ein Traum, den uns Marty McFly, Robert Zemeckis und Bob Gale seit 'Zurück in die Zukunft 2' in die kollektiven Köpfe gezaubert haben. In der 1989 erschienen Fortsetzung zu 'Zurück in die Zukunft' reist der Teenager Marty McFly (gespielt von Michael J. Fox) zusammen mit dem verschrobenen Genie Dr. Emmett "Doc" Brown (Christopher Lloyd in seiner Paraderolle) in das Jahr 2015, um in der Vergangenheit angerichtetes Chaos wieder gerade zu biegen. Doch damit machen sie alles nur noch schlimmer…

Hoverboards und Nike Mags

Die Sci-Fi-Komödie um Reise in Vergangenheit und Zukunft, alternative Zeitlinien und Teenagerprobleme hat in vielen Menschen zwei Wünsche heraufkeimen lassen: Selbstschnürende Nikes und Hoverboards. Beides in Zemeckis Vision des Jahres 2015 Standard-Artikel, die uns bisher vorenthalten wurden. Lange Zeit sah es sogar so aus, als würde das Hoverboard - 2015 mit dem 'Lexus SLIDE' - tatsächlich noch vor den Sneakern die Marktreife erreichen. Zwar kündigte Nike alle Jubeljahre ein Paar an, erschienen waren sie bis her jedoch nicht.

Ein Jahr später versuchte Nike in einer Marketing-Kampagne ebenfalls an 'Zurück in die Zukunft 2' aufzuschließen. Die 'Nike Mags' konnten sich schon selber schnüren und waren exakte Repliken der ikonischen Nike Air 2015 aus 'Zurück in die Zukunft 2'. Von ihnen erschienen jedoch nur 89 Paar. Ihnen folgten mit den 'Nike HyperAdapt 1.0' im selben Jahr selbstschnürende Basketball-Sneaker in einer limitierten Ausgabe für 720 US-Dollar.

Zurück in die Zukunft mit den Nike Adapt BB 2

'The Verge' hatte nun Gelegenheit sich genauer mit Nikes erstem Selbstschnürer für den Massenmarkt zu beschäftigen: Dem 'Nike BB Adapt'. 'BB' steht bei dem Sport- und Livestyle-Schuh-Schmied Nike für "Basketball", womit schon deutlich gemacht wird, an welches Kundensegment sich dieser Sneaker richtet. Optisch unterscheidet sich der 'BB Adapt' dann wie der 'HyperAdapt 1.0' deutlich vom 'Nike Mag' und erinnert auf den ersten Blick an einen typischen Nike Basketball-Schuh.

Sensor-Einheit, Akku und Motor - alles was der Schuh so braucht

Doch im Vergleich zu seinem Vorgänger ist der Adapt BB deutlich schmaler und leichter. Sie lassen sich per App über das Smartphone enger oder leichter schnüren. Dafür verantwortlich sind ein Motor und eine Spule für das Festziehen der Schnürsenkel in der Mittelsohle. Hier befindet sich auch der energiespendende 505-mAh-Akku und die Sensor-Einheit. Sie besteht aus Gyroskop- und Beschleunigungssensoren und einer von Nike als "kapazitive Kupfer-Schicht" bezeichneter Einheit, die die Kraftverteilung des Fußes messen können soll. Alle Daten lassen sich mit der zum Schuh gehörigen App auswerten - ähnlich wie beim Puma RS.

Seine Premiere hatte der Nike Adapt BB am 16. Januar bei den Spielen der Boston Celtics gegen die Toronto Raptors an den Füßen von Jayson Tantum und der Dallas Mavericks gegen die San Antonio Spurs an den Füßen von Luka Dončić. Offiziell erhältlich sind die Sneaker in allen Nike-Stores ab dem 17. Februar für 350 US-Dollar.

Quelle: The Verge

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